Jahr: 2020

  • Neues von der Bonner Allianz für Nachhaltigkeitsforschung: Technologien, SDG-Indikatoren und Verknüpfungen

    Nachhaltigkeit und Digitalisierung sind zwei der einflussreichsten Diskussionsthemen in der heutigen Zeit. Jedes für sich genommen hat bereits eine große Menge Forschung darüber hervorgebracht, wie es wesentliche Praktiken und vor allem Regierungsführungen, Unternehmen und Gesellschaften verändern kann. Der Zusammenschluss dieser beiden Trends blieb jedoch weitgehend unerforscht. Es gibt viele Forschungsaktivitäten zu Konzepten wie Digitalisierung, digitale Transformation, Industrie 4.0-Anwendungen; trotzdem wurden bisher nicht alle relevanten Dimensionen dieser Konzepte untersucht. Obwohl „Nachhaltigkeit“ und „Digitalisierung“ einzeln Aufmerksamkeit geschenkt wird, wird weniger darauf geachtet, zu verstehen, wie diese Entwicklungen zusammenwirken können, um ein neues nachhaltiges System zu entwerfen. Das Potenzial, das die Digitalisierung und die künstliche Intelligenz (D&KI) bieten – Big Data, Deep Learning, das Internet der Dinge (IdD), virtuelle Realität und mehr – wird oft mit Wachstum beschrieben. Ähnliches lässt sich in Bezug auf nachhaltige Transformation beobachten. Die Verbindung von D&KI und Nachhaltigkeit bieten sowohl Chancen als auch Herausforderungen. Einerseits können neue Technologien nachhaltige Innovationen vorantreiben, andererseits können sie Probleme wie die digitale Kluft, Cyber-Kriminalität und Datenschutzprobleme hervorrufen. Es ist von entscheidender Bedeutung, die Vorteile und Kompromisse für die Entwicklung eines integrativen, sicheren und gesunden Systems zur Verbesserung der Lebensqualität für alle deutlich herauszuarbeiten.

    Angesichts der bestehenden Wissenslücke will das Projekt „Digitainable“ der Bonner Allianz für Nachhaltigkeitsforschung / Innovations-Campus Bonn (ICB) untersuchen, wie, warum und wo Digitalisierung und die künstliche Intelligenz zur Erweiterung bereits bestehender Bemühungen zur Erreichung der Ziele für Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) beitragen. Die Einflüsse von D&KI auf die Indikatoren der SDGs unter Berücksichtigung ihrer Verflechtungen sind ein besonderer Schwerpunkt des Projekts. Die interdisziplinäre Forschungsgruppe nähert sich diesen Fragen sowohl aus einer technologischen als auch aus einer gesellschaftlichen Perspektive. Die Methoden, die innerhalb der Gruppe verwendet werden, werden durch transdisziplinäre Ansätze, die verschiedene Interessengruppen aus der Domäne einbeziehen, weiter harmonisiert. Zusätzlich zu wissenschaftlichen Beiträgen organisierte das Team Veranstaltungen, um sich mit dem breiten Fachwissen von Expert*innen zu befassen, das für ein besseres Verständnis der Verbindung von D&KI und nachhaltiger Entwicklung unerlässlich ist.

    Anwendungen von D&KI auf die SDGs

    Das Projekt der Bonner Allianz für Nachhaltigkeitsforschung  definiert Digitalisierung (D) als „den sozialen Wandel, der durch die massenhafte Einführung digitaler Technologien ausgelöst wird, die Informationen erzeugen, verarbeiten und übertragen““ (Katz und Koutroumpis 2013), und künstliche Intelligenz (KI) als den Einsatz von Wissenschaft und Technik (Software oder Hardware) zur Schaffung intelligenter Maschinen, die Entscheidungen treffen und/oder auf Entscheidungen reagieren können, die normalerweise organische Intelligenz erfordern, oder wie Max Tegmark sagte: „Intelligenz, die nicht biologisch ist“. Das Team hat acht D&KI-Anwendungen erkannt, die den SDGs zugutekommen könnten. Diese acht Anwendungen werden wiederum in drei Hauptkategorien gruppiert: Datengetrieben, Analyse-getrieben und Design-getrieben. Die nachstehende Abbildung zeigt die Klassifizierung der Anwendungen, die in der Forschung berücksichtigt wurden. Das Projektteam ist  sich  bewusst, dass sich einige dieser Anwendungen überschneiden können; der Einfachheit halber wurde jedoch diese Zuordnung erstellt, um das Potenzial dieser Anwendungen auf die SDG-Indikatoren und -Verknüpfungen zu untersuchen.

    Abbildung 1: Acht D&KI-Anwendungen
    Abbildung 1: Acht D&KI-Anwendungen ©flaticon.com

    Darstellung von D&KI-Anwendungsfällen auf die SDG-Indikatoren

    Um den Einfluss der D&KI-Anwendungen auf die SDGs auf der Ebene der Indikatoren abzubilden, analysierte das Projektteam  zunächst die Rohdaten von Organisationen wie der Weltbank und aus den SDG-Datenbanken der Vereinten Nationen zur Generierung von Beweisen. Anschließend wurden die Anwendungsfälle untersucht, um die Bedeutung der Anwendungen für spezifische Indikatoren zu verstehen. Die Anwendungsfälle verdeutlichen den aussagekräftigen Kontext der offiziellen Definition des Indikators, der durch den Einsatz einer oder mehrerer D&KI-Anwendungen angegangen werden kann. Unter Verwendung der Theory of Change (ToC) als zielgerichtetes Modell zur Untersuchung des Technologieeinsatzes, der durch Beweisstücke untermauert wird, ermittelt das Projekt die Nützlichkeit verschiedener D&KI-Anwendungen für die Indikatoren. Die Ergebnisse der D&KI-Anwendungen für SDG-Indikatoren sind noch nicht ausgereizt und entwickeln sich mit der Zeit weiter. Das Team ist dabei, den Rahmen für die Berechnung der Auswirkungen der D&KI-Anwendungen auf die SDGs und ihre jeweiligen Indikatoren zu entwickeln. Die nachstehende Abbildung gibt einen kleinen Überblick über die Forschungsarbeiten, die  für SDG 3 (Gesundheit und Wohlbefinden) durchgeführt werden. Darüber hinaus erfolgen ähnliche Arbeiten zu anderen SDGs und ihren jeweiligen Indikatoren.

    Wenn Sie weitere Einzelheiten erfahren oder mit dem Projekt „Digitainable“ zusammenarbeiten möchten, kontaktieren Sie die verantwortlichen Mitarbeiter*innen hier.

    Abbildung 2: Verknüpfungen zwischen den Zielen 3.1 und 3.2 des SDG 3 zusammen mit anderen SDGs in ihrer Interaktion mit acht D&KI-Anwendungen ©flaticon.com und UN
    Abbildung 2: Verknüpfungen zwischen den Zielen 3.1 und 3.2 des SDG 3 zusammen mit anderen SDGs in ihrer Interaktion mit acht D&KI-Anwendungen ©flaticon.com und UN

    Zu bewältigende Risiken

    Sozio-technische Aspekte

    Die Bedürfnisse und Erwartungen der Stakeholder sind bei der Konzeption und Realisierung technischer Lösungen zur Unterstützung bestehender Prozesse von entscheidender Bedeutung. Neue Technologien bieten oft neue Möglichkeiten, um anstehende Aufgaben zu bewältigen. Dazu müssen digitale Technologien jedoch für möglichst viele Menschen nutzbar sein. Gerade in Ländern mit geringem und mittlerem Einkommen sind Inklusivität, Gerechtigkeit und Alphabetisierung häufig ein Problem. Datenbezogene Debatten müssen hinsichtlich Anonymisierung, Datenschutz, -nutzung und Datenrechte geführt werden.

    Verknüpfungen und Interpretationen

    Darüber hinaus ist auch bei der Untersuchung der Zusammenhänge und der Integration der SDG-Indikatoren Vorsicht geboten. Das vorhandene Wissen über die Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen den SDG-Indikatoren ist begrenzt, insbesondere in Ländern mit geringem und mittlerem Einkommen Die Art der Verflechtungen und Implementierung hängt zudem stark von der Geografie ab, z.B. im Falle von Binnen- und Wassergebieten, die wiederum die Auswahl und Anpassung der SDGs beeinflusst. Daher wird die Verallgemeinerung von Verflechtungen kein effizientes Mittel sein, um die Kohärenz eines Aktionsplans zu untersuchen. Daneben berücksichtigen die Indikatoren der SDGs Länder und regionale Kontexte. Ganzheitliche und integrierte Ansätze sind für die Analyse und Interpretation der Nützlichkeit von D&KI und Verflechtungen der SDG-Indikatoren von Vorteil.

    Energienachfrage

    Schwierig ist auch die Zunahme des Stromverbrauchs durch die D&KI-Infrastruktur, elektronische Geräte, Informationstechnologien, Datenzentren und bis zu einem gewissen Grad über die Internet-Verteilungsnetze. Es wird vorhergesagt, dass die zunehmende Nutzung von D&KI-Dienstleistungen den Energiebedarf erhöhen wird. Das Projektteam muss dies sorgfältig in Betracht ziehen, um eine realistische Problemlösung für die Herausforderungen bei der Umsetzung zu finden.

    All dies erfordert die Zusammenarbeit von Industrie, Wissenschaft, Regierungen, Bürger*innen und Bürgernund NGOs, um die Bemühungen um Verfügbarkeit, Zugänglichkeit und Konnektivität in regelmäßigen Abständen zu diskutieren. Die enge Verbindung zwischen den verschiedenen Schlüsselakteuren ist von wesentlicher Bedeutung, um Risiken zu mindern und eine gleichmäßige Verteilung von Infrastruktur und Ressourcen zu erleichtern und um das weiter gefasste Ziel, „niemanden zurückzulassen“ (leaving noone behind), zu erreichen. Zusammenarbeit und die regelmäßige Überprüfung angewandter Strategien sind erwünscht, um einen klaren Aktionsplan zu entwickeln, um D&KI kreativ für eine nachhaltige Entwicklung zu nutzen.

    Im April 2020 hat die Bonner Allianz für Nachhaltigkeitsforschung im Rahmen des Projektseine Veranstaltung unter dem Titel „Digitainable Thinkathon“ organisiert. Sie brachte Menschen aus der Forschung, dem Privatsektor, der Zivilgesellschaft und der öffentlichen Verwaltung in einem Online-Format zusammen, um die Anwendbarkeit der oben genannten acht digitalen Anwendungen für die Indikatoren der SDGs 4 und 13 zu diskutieren. Die Teilnehmer*innen der Veranstaltung sind im Austausch, um weiter zu kooperieren. Zugleich bringt das Projekt die Diskussion über D&KI und die SDGs auf der Ebene der Indikatoren voran. Zukünftige Forschungsarbeiten werden durch die Unterstützung von Forscher*innen innerhalb und außerhalb der Bonner Allianz für Nachhaltigkeitsforschung deutlich vorankommen.


    Wenn Sie Interesse haben, Aspekte von D&KI in Bezug auf die SDGs zu bearbeiten, kontaktieren Sie:

    Shivam Gupta ©SNeil Baynes

    Dr. Shivam Gupta
    Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Projekt digitainable
    Universität Bonn
    Bonner Allianz für Nachhaltigkeitsforschung/ Innovations-Campus Bonn (ICB)
    Büro: Genscherallee 3, 53113 Bonn
    Telefon: 0228/73-4927
    E-Mail: shivam.gupta@uni-bonn.de

  • Sander Chan wechselt zum Global Center on Adaptation

     

    Photo: Sander Chan, Senior Researcher at the German Development Institute / Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE)
    Sander Chan, ©DIE

    Dr. Sander Chan, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE), wird zum Wissens- und Forschungszentrum des Global Center on Adaptation (GCA) in Groningen, Niederlande, wechseln. Ab September 2020 wird er dort die Forschung zu nichtstaatlichen Klimaschutzmaßnahmen leiten und sich dabei insbesondere auf die Rolle solcher Maßnahmen bei der Steigerung der Anpassungsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels konzentrieren.

    Sander Chan betont die Bedeutung des Engagements des nicht-staatlichen und privaten Sektors:

    „Die derzeitige Politik reicht bei weitem nicht aus, um eine kohlenstoffarme und klimaresistente Zukunft zu verwirklichen. Jenseits der Regierungen sehen wir jedoch einen Aufschwung der Maßnahmen von Unternehmen, Investoren, zivilgesellschaftlichen Organisationen und lokalen Gemeinschaften, die alle mit Versprechungen zur Beschleunigung der Dekarbonisierung und Anpassung an den Klimawandel auftreten.“

    Das 2017 gegründete GCA sucht Lösungen zur Beschleunigung von Maßnahmen und Unterstützung der Anpassung an den Klimawandel, von der internationalen bis zur lokalen Ebene. Das GCA arbeitet mit dem öffentlichen und dem privaten Sektor zusammen, um gegenseitiges Lernen und Zusammenarbeit für eine klimaresistente Zukunft zu gewährleisten.

    Als Senior Researcher am GCA möchte Sander Chan starke Partnerschaften aufbauen:

    „Die Herausforderung, sich an den Klimawandel anzupassen, weist eine Vielzahl komplexer Wechselwirkungen auf und erfordert interdisziplinäre und multimethodische Ansätze, um Wissenslücken zu schließen. Globale Forschungskooperationen werden der Schlüssel zum Schließen dieser Lücken sein.“

    Chan wird weiterhin mit dem DIE verbunden bleiben und an der Forschung zur transnationalen Klimapolitik mitarbeiten. Er wird auch dem Kopernikus-Institut für nachhaltige Entwicklung an der Universität Utrecht als außerordentlicher Assistenzprofessor angegliedert bleiben.

  • Sander Chan to join the Global Center on Adaptation

     

    Photo: Sander Chan, Senior Researcher at the German Development Institute / Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE)
    Sander Chan, ©DIE

    Dr Sander Chan, Senior Researcher at the German Development Institute / Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE), will join the Global Center on Adaptation’s (GCA) Knowledge and Research Hub in Groningen, the Netherlands. From September 2020 on, he will lead research on non-state climate action, particularly focusing on the role of such action in increasing adaptive capacities and resilience to the climate change impacts.

    Sander Chan highlights the importance of non-state and private sector engagement:

    “Current policies fall far short of realizing a low-carbon and climate-resilient future. Beyond governments, however, we see a groundswell of actions by businesses, investors, civil society organizations, and local communities, each stepping up with promises to accelerate decarbonization and adaptation.”

    Founded in 2017, the GCA brokers solutions to accelerate action and support for adaptation, from the international to the local level, in partnership with the public and private sectors, to ensure mutual learning and collaboration towards a climate resilient future.

     

    As senior researcher at the GCA, Sander Chan will aim to build strong collaborations:

    The challenge to adapt to climate change features a myriad of complex interactions and requires interdisciplinary and multi-method approaches to address knowledge gaps. Global research collaborations will be key to fill these gaps.”

    Chan will remain affiliated with DIE, collaborating on research on transnational climate governance. He will also remain affiliated with the Copernicus Institute of Sustainable Development at Utrecht University as adjunct assistant professor.

  • Learning in times of the virus – A different way of entering international development cooperation

    The 56th course of the Postgraduate Programme at the German Development Institute / Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE) will begin on 1 September 2020. At this time, 18 young professionals in international development cooperation will start their nine-month training course, which DIE has been running since 1965. Confronted with the pandemic, DIE has had to cancel numerous events in the past months or move to the digital space. With the course, a small piece of normality is now returning to the institute’s premises, albeit under tightened security and hygiene guidelines. However, the course will be conducted as a blended learning format.

    The participants will meet as usual for their plenary phase at the DIE. Thanks to the large premises – the junior staff meet in a hall designed for more than 100 people – an adequate safety distance will be guaranteed at all times. The hygiene rules are monitored by a team of representatives who change on a weekly basis.

    In addition, digital lectures by external speakers are planned. New technical equipment will enable the exchange of information with guests and lecturers during the events, despite contact restrictions. The further worldwide course of the pandemic will show whether a core aspect of the renowned Postgraduate Programme can take place: the participants‘ departure to the research teams‘ original target countries. As usual, this year’s course will also provide intensive training in methodological work. The upcoming research work will be carried out in close digital cooperation with the local partners in the target countries. As an alternative to the research stays in the target countries, a series of site visits to International Organisations based in Europe are also planned.

    “The current exceptional situation means a high level of responsibility for the Institute as well as for the young researchers themselves,” says Dr Regine Mehl, Head of the Postgraduate Programme, with a view to the course start. Despite the difficult circumstances, the course participants are motivated. The tenor is: “We accept the challenge,” says Mehl.

    Every year, the nine-month Postgraduate Programme at DIE prepares 18 German and European university graduates for a career in international development cooperation. The participants deal with the practical challenges of sustainable development in a globalised world.

    Watch a video about the programme here:

    Read more about the building blocks of the programme in this flyer

  • Lernen in Zeiten des Virus – Der etwas andere Einstieg in die internationale Entwicklungszusammenarbeit

    Am 1. September 2020 beginnt der 56. Kurs des Postgraduierten-Programms am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE). 18 Nachwuchskräfte der internationalen Entwicklungszusammenarbeit starten zu diesem Zeitpunkt ihren neunmonatigen Ausbildungskurs, den das DIE seit 1965 durchführt. Konfrontiert mit der Pandemie, hatte auch das DIE in den vergangenen Monaten zahlreiche Veranstaltungen absagen oder in den digitalen Raum verlegen müssen. Mit dem Kurs kehrt nun ein kleines Stück Normalität in die Räumlichkeiten des Instituts zurück, wenn auch unter verschärften Sicherheits- und Hygienerichtlinien. Der Kurs wird jedoch als Blended-Learning-Format durchgeführt.

    Die Teilnehmer*innen treffen wie gewohnt zu ihrer inhaltlichen Plenarphase im DIE aufeinander. Dank der großen Räumlichkeiten – die Nachwuchskräfte tagen in einem Saal ausgelegt für mehr als 100 Personen – kann jederzeit ein ausreichender Sicherheitsabstand gewährleistet werden. Über die Einhaltung der Hygieneregeln wachen wöchentlich wechselnde Beauftragte.

    Daneben sind digitale Vorträge von externen Referent*innen vorgesehen. Neue technische Ausrüstung soll trotz Kontakteinschränkungen den Austausch mit den Gästen und Lehrenden in den Veranstaltungen ermöglichen. Der weitere weltweite Verlauf der Pandemie wird zeigen, ob ein Kernaspekt des renommierten Postgraduierten-Programms stattfinden kann: eine Ausreise der Teilnehmer*innen in die ursprünglichen Zielländer der Forschungsteams. Auch der diesjährige Kurs wird wie gewohnt intensiv im methodischen Arbeiten geschult. Die anstehenden Forschungsarbeiten sollen in enger digitaler Kooperation mit den lokalen Partner*innen in den Zielländern entstehen. Auch sind als Alternative zu den Forschungsaufenthalten in den Zielländern eine Reihe von Ortsbesuchen bei in Europa ansässigen Internationalen Organisationen geplant.

    „Die aktuelle Ausnahmesituation bedeutet eine hohe Verantwortung für das Institut wie auch für die Nachwuchskräfte selbst“, stellt Dr. Regine Mehl, Leiterin des Postgraduierten-Programms mit Blick auf den Kursstart fest. Trotz der erschwerten Umstände sind die Kursteilnehmer*innen motiviert. Der Tenor sei: „Wir nehmen die Herausforderung an!“, so Mehl.

    Das neunmonatige Postgraduierten-Programm am DIE bereitet jährlich 18 deutsche und europäische Hochschulabsolvent*innen auf den Berufseinstieg in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit vor. Die Teilnehmer*innen setzen sich mit den praktischen Herausforderungen nachhaltiger Entwicklung in einer globalisierten Welt auseinander.

    Lesen Sie in diesem Flyer mehr über die Bausteine des Programms.