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„The proof of the pudding is in its eating“. Das gilt auch für das neue Reformkonzept Zukunft zusammen global gestalten des BMZ. Es versteht sich als Antwort auf die Krise der Entwicklungspolitik, die vor allem aus der veränderten geopolitischen Lage, dem Rückzug der USA sowie dem wachsenden Druck auf öffentliche Haushalte resultiert. Allerdings wurden bereits im Vorfeld kritische Stimmen laut (hier, hier und hier). Im Zentrum dieser Kritik steht die zunehmende Fragmentierung der Entwicklungsbeiträge – die mediane Projektgröße ist zwischenzeitlich auf unter 100.000 US-Dollar gesunken. Hinzu kommt eine weiterhin dominierende Orientierung an Projekthilfe, die häufig nur unzureichend in die Strukturen der Partnerländer eingebettet ist. Ebenfalls bemängelt wird ein unklar gebliebenes Narrativ: Welche Ziele verfolgt die Entwicklungspolitik eigentlich – Armutsbekämpfung, die Bereitstellung globaler öffentlicher Güter, internationale Solidarität oder doch primär eigene Interessen? Diese Unschärfe untergräbt sowohl die Wirksamkeit der Maßnahmen als auch die „Ownership“ der Partnerländer. Daneben wird beklagt, dass es eine mangelnde Wirkungsorientierung und Lernkultur gibt, die es erlaubt Maßnahmen effizienter und kostengünstiger auszugestalten. (mehr …)





