Jahr: 2020

  • Key Notes der DIE-Direktorin Anna-Katharina Hornidge beim „2020 Virtual Forum on Earth System Governance“

    Logo Virtual Forum
    ©Earth System Governance

    Vom 15. bis 18. September 2020 fand das „2020 Virtual Forum on Earth System Governance“ statt. Diese dreitägige Konferenz, die virtuell von der Universität Utrecht und dem Netzwerk Earth System Governance ausgerichtet wurde, zielte darauf ab, akademische Debatten und Diskussionen im Bereich der Governance des Erdsystems anzuregen und gleichzeitig Ansätze zu identifizieren, die die Forschung in die Umsetzung tragen. Mehrere Wissenschaftler*innen des DIE trugen zu Sessions in ihrem jeweiligen Forschungsgebiet bei. So wurde das Semi-Plenary I: “Global Regimes of Knowing: Science Policy for Earth System Governance” vom DIE und dem Klimalog ausgerichtet und von Steffen Bauer moderiert. Dort thematisierte Anna-Katharina Hornidge in einer Keynote die gravierenden Unterschiede zwischen globalen Wissenschaftssystemen und den politikberatenden Plattformen. Vertreter von UN Environment, Jared Bosire, und der Universität Brasilia, Cristina Yumi Aoki Inoue reflektierten diese Herausforderungen mit besonderem Schwerpunkt auf die Frage, wie diese aus den unterschiedlichen Sektoren adressiert werden können.

  • Statements by the DIE directors at the press briefing on the Bundestag’s sustainability debate

    Cover: Bundestagsdebatte zu Nachhaltigkeit
    ©ARD

    In cooperation with the German Council for Sustainable Development (RNE), the German Council of Environmental Advisors (SRU), the German Sustainable Development Solutions Network (SDSN Germany) and the Science Platform Sustainability 2030 (wpn2030), the network Weitblick invited to a press briefing on the sustainability debate in the German Bundestag. Anna-Katharina Hornidge as Co-Chairwoman of SDSN Germany and Imme Scholz, as Vice Chairwoman of the RNE, presented the statements of both advisory boards on the further development of the German Sustainability Strategy.

  • Statements der DIE-Direktorinnen beim Presse-Briefing zur Nachhaltigkeitsdebatte des Bundestages

    Cover: Bundestagsdebatte zu Nachhaltigkeit
    ©ARD

    Das Netzwerk Weitblick lud in Kooperation mit dem Rat für nachhaltige Entwicklung (RNE), dem Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU), dem deutschen Sustainable Development Solutions Network (SDSN Germany) und der Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030 (wpn2030) zu einem Pressebriefing zur Nachhaltigkeitsdebatte des Bundestages ein. Anna-Katharina Hornidge als Co-Vorsitzende von SDSN Germany und Imme Scholz, als stellvertretende Vorsitzende des RNE stellten jeweils die Stellungnahmen der beiden Beiräte zur weiteren Ausgestaltung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie vor.

  • DIE hosts online workshop on shaping migration policy in the Global South

    On 23 September 2020 the team of the new, research project funded by the Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ) “Contested Mobility” organised an online workshop on the theme of migration policy in the Global South.

    The first two panels dealt with the background and design of migration policies in Malaysia, Ethiopia, and Uganda, as well as the interaction between migration policy and the global megatrends of urbanization, climate change, and state fragility. Among other things the discussions dealt with the challenges of translating international migration policy processes to the national level. For example, the local integration of refugees called for by the Global Pact on Refugees often becomes a complicated political negotiation between international organizations, national governments of the main receiving countries and a wide variety of domestic actors, which complicates substantial formal integration of refugees. With regard to the interaction with global megatrends, there was agreement that greater exchange between the various political „communities“ would be beneficial in terms of sustainable and coherent migration policies.

    In the third panel, the team of the German Development Institute / Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE) presented an analytical framework that will be used to guide the next two years of research on migration policy in Ethiopia, Ghana, Kenya, Colombia, Malaysia, and Senegal.

    A public online discussion on the effects of the COVID-19 pandemic on international migration policy served as the closing session of the workshop. Representatives from BMZ, the University of Ghana, and the International Labor Organization (ILO) discussed the socio-economic effects of the pandemic on different categories of migrants, and on political processes. The crisis has had the effect of a magnifying glass, increasing the size and scope of vulnerabilities and structural problems (for example failing social security systems and safety nets). Another topic of discussion was the devastating economic impact of the collapse of migrants‘ remittances to their home countries. The speakers agreed that multilateral and regional solutions in the origin and destination regions of migrants are necessary to cushion this global crisis. In addition, the concerns and needs of host communities must be taken seriously in order to prevent possible xenophobic tendencies, and to enable sustainable integration of refugees.

  • Workshop befasst sich mit Gestaltung von Migrationspolitik im Globalen Süden

    Am 23. September 2020 veranstaltete das Team des neuen, vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanzierten Forschungsprojekts am  „Contested mobility“ einen digitalen Workshop zum Thema Migrationspolitik im Globalen Süden.

    Die ersten zwei Panels thematisierten Hintergrund und Ausgestaltung ausgewählter Migrationspolitiken am Beispiel der Länder Malaysia, Äthiopien und Uganda sowie die Wechselwirkung von Migrationspolitik mit den Megatrends Urbanisierung, Klimawandel und fragile Staatlichkeit. Die Diskussionen verdeutlichten unter anderem die Herausforderungen der Übersetzung internationaler (Migrations-)Politikprozesse auf die nationale Ebene. So gestaltet sich etwa die im Rahmen des Globalen Flüchtlingspakts geforderte lokale Integration von Geflüchteten oft als ein komplizierter politischer Aushandlungsprozess zwischen internationalen Organisationen, nationalen Regierungen der Hauptaufnahmeländer und verschiedensten innerstaatlichen Akteuren, was eine substanzielle formale Integration weiterhin erschwert. Hinsichtlich der Wechselwirkung mit globalen Megatrends herrschte Einigkeit, dass ein stärkerer Austausch zwischen den verschiedenen politischen “Communities” im Sinne einer nachhaltigen und kohärenten Migrationspolitik von Vorteil wäre.

    In einem dritten Panel präsentierte das Team des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) einen Analyserahmen, mit dem in den kommenden zwei Jahren Migrationspolitik in den Ländern Äthiopien, Ghana, Kenia, Kolumbien, Malaysia und Senegal untersucht werden soll.

    Eine öffentliche Diskussionsrunde zu den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf internationale Migrationspolitik bildete den Abschluss des Workshops.  Vertreter*innen des BMZ, der University of Ghana und der International Labour Organization (ILO) diskutierten über die sozio-ökonomischen Auswirkungen der Pandemie auf verschiedene migrantische Bevölkerungsgruppen und migrationspolitische Prozesse. Die Krise wirkt wie ein Brennglas, welches schon vorher bestehende Vulnerabilitäten und diese verursachenden strukturellen Probleme (wie z.B. die fehlenden sozialen Sicherungssysteme) nur noch stärker hervortreten lässt. Thema der Diskussion waren auch die verheerenden wirtschaftlichen Auswirkungen durch den Einbruch der Rücküberweisungen von Migrant*innen in ihre Heimatländer. Es bestand Einigkeit, dass multilaterale und regionale Lösungen in den Herkunfts- und Zielgebieten von Migrant*innen erforderlich sind, um diese globale Krise abzufedern. Zudem müssen die Sorgen und Nöte aufnehmender Gemeinschaften ernst genommen werden, um möglichen xenophoben Tendenzen entgegen zu wirken und eine nachhaltige Integration Geflüchteter zu ermöglichen.