Jahr: 2020

  • 56. Kurs des Postgraduierten-Programms am DIE: Wer sind wir, was tun wir und warum?

    Dies ist ein Beitrag der Teilnehmer*innen des laufenden Kurses des Postgraduierten-Programms am DIE über die ersten Wochen der Seminarphase und die unterschiedlichen darin behandelten Fragestellungen.

    Wir vom Postgraduierten-Programm möchten Euch heute einladen, die letzten Wochen des Kurses Revue passieren zu lassen. Wir haben uns mit einem Füllhorn an Themen wie Demokratie und Frieden, Korruption, Flucht und Migration, Gender beschäftigt – um nur eine kleine Auswahl zu nennen. Bei all diesen Fragen bleiben grundsätzliche und ethische Reflexionen nicht aus. Haben externe Akteure ein Recht oder gar eine Pflicht in Prozesse anderer Länder einzugreifen? Wie sollte dies idealerweise aussehen? Bei der Beschäftigung mit diesen Themen taten sich Antworten auf, aber auch noch mehr Fragen. Das Fazit war jedoch stets: Die Blaupause kann es nicht sein! Neben der Wichtigkeit des „bigger picture“ sollten wir stattdessen die Einzigartigkeit eines jeden Falls im Auge behalten. Context is key! Vielmehr als um „best practice“ sollte es bei Ansätzen der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) doch um „best fit“ gehen. Kontextspezifität, Partnerschaftlichkeit und gemeinsames Lernen sollte dabei im Vordergrund stehen. Gleichwohl werden es uns strukturelle Gegebenheiten, Pfadabhängigkeiten, Projektzyklen und Ergebnisdruck in der Praxis nicht einfach machen. Aber mal ganz ehrlich – wenn wir es uns einfach hätten machen wollen, hätten wir wohl nicht dieses Berufsfeld gewählt, oder?

    Auch andere Module und Einheiten gaben Anlass zur Reflexion. Besonderes Highlight war dabei der zweitägige Workshop zu Critical Whiteness. Dieser ermöglichte es uns, unsere eigenen Denkmuster zu reflektieren und die Gegenwärtigkeit von rassistischen Strukturen in der EZ zu analysieren. Wir diskutierten über die Bedeutungen all dessen für unser zukünftiges Berufsleben und lernten dabei, warum wir alle in rassistischen Strukturen denken – und warum diese Erkenntnis nicht schlimm ist. Im Gegenteil, sie ist ein wichtiger Schritt dabei, unsere Einstellungen und Positionen zu reflektieren und schließlich unsere Sprache und unser Handeln verändern zu können. Der Weg zu Anti-Rassismus ist geprägt von Reflektion und unangenehmen Erkenntnissen. Jedoch ist dies notwendig, um kleine Schritte in die richtige Richtung zu gehen und gemeinsam zu wachsen. Unserer Meinung nach ist es essentiell, uns unserer Rolle und unserer Privilegien bewusst zu sein, um diese zu verwenden, um bestehende Strukturen zu überwinden und nicht ungewollt bestehende Denkmuster zu verstärken – im Alltag, aber auch speziell im EZ-Feld.

    Der Workshop sowie Erkenntnisse aus vorherigen Modulen haben bei uns im Kurs den Wunsch bestärkt, uns intensiver mit unserer Sprache auseinanderzusetzen. Sprache ist mächtig – sie ist nicht nur Spiegel unserer Gedanken, sie formt diese auch. Daher ist uns ein sensibler Umgang mit ihr wichtig. Im EZ-Jargon schwingen oft „we vs. them“-Ansätze mit und Begrifflichkeiten implizieren ungewollte Hierarchien. Daher möchten wir etablierte Begriffe kritisch hinterfragen. Dafür haben wir nach der Maßgabe „nobody’s perfect“ damit angefangen, Begriffe zu sammeln, die wir als schwierig einschätzen und uns über mögliche Alternativen auszutauschen. Damit einhergehend möchten wir uns intensiver mit Themen wie Diversität und Gender beschäftigen – allgemein aber speziell auch in Bezug auf das DIE und das Postgraduierten-Programm. Wer Interesse daran hat, Teil unseres Lernprozesses zu werden oder Denkanstöße geben möchte, darf sich gerne an uns wenden.

    Trotz wachsender Corona-Zahlen und damit verbundener Einschränkungen sind wir als Gruppe weiter zusammengewachsen. Die Plenarphase neigt sich nun dem Ende zu und wir sehen der Forschungsteamphase bereits jetzt mit einem lachenden aber zugleich auch mit einem weinenden Auge entgegen. Noch aber steht das berüchtigte Planspiel zu Regierungsverhandlungen mit Kenia auf dem Programm! Wir sind gespannt!

  • Challenges of Globalization : Need to Balance Inter-Domain Speed Differentials

    Photo: Stained Glass spirale, Challenges of Globalization : Need to Balance Inter-Domain Speed Differentials

    The crisis of decision making in a “globalized” world

    Globalization and its attendant features have been attracting substantial attention of late. While discontents from globalization are chronicled regularly. The phenomenon  also underscores the increasingly emerging inter-connectedness among human beings transcending geographical separation. The increased scope of inter-connectedness makes it imperative for G20 to seize of this opportunity and create a global governance structure that protects people and the planet.

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  • Panel discussion „Freedom, Peace, Security and Development. The United Nations between aspiration and reality“

    Screenshot Podiumsdiskussion “Freiheit, Frieden, Sicherheit und Entwicklung. Die Vereinten Nationen zwischen Anspruch und Wirklichkeit“
    ©DIE

    DIE-Director Anna-Katharina Hornidge participated as an expert in the discussion “Freedom, Peace, Security and Development. The United Nations between aspiration and reality”. Stephan Holthoff-Pförtner, Minister for Federal and European Affairs and International Affairs of the State of North Rhine-Westphalia, and the Bonn International Centre for Conversion  (BICC), had invited to the debate. The discussion focused on the 75th anniversary of the United Nations and the question, which objectives the world organisation has been able to achieve and implement since its foundation. The role of the United Nations in the context of the Covid-19 pandemic was also discussed, as well as the extent to which the organisation can contribute to peacekeeping in the face of a strengthened multipolar world order.

  • Podiumsdiskussion “Freiheit, Frieden, Sicherheit und Entwicklung. Die Vereinten Nationen zwischen Anspruch und Wirklichkeit“

    Screenshot Podiumsdiskussion “Freiheit, Frieden, Sicherheit und Entwicklung. Die Vereinten Nationen zwischen Anspruch und Wirklichkeit“
    ©MBEI/ DIE

    DIE-Direktorin Anna-Katharina Hornidge hat am 27. Oktober 2020 als Expertin an der Podiumsdiskussion zum Thema „Freiheit, Frieden, Sicherheit und Entwicklung. Die Vereinten Nationen zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ teilgenommen. Zur Debatte eingeladen hatten der Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes NRW, Stephan Holthoff-Pförtner, und das Bonner Friedens- und Konfliktforschungsinstitut BICC unter Mitwirkung des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) und des Center for Advanced Security, Strategic and Integration Studies (CASSIS).

    Gegenstand der Diskussion waren das 75-Jährige Jubiläum der Vereinten Nationen sowie die damit verbundene Frage, welche Ziele die Weltorganisation seit ihrer Gründung umsetzen konnte. Auch wurde über die Rolle der Vereinten Nationen im Kontext der Covid-19-Pandemie gesprochen und inwiefern die Organisation zur Friedenssicherung angesichts einer verstärkten multipolaren Weltordnung beitragen kann.

    Quote: Anna-Katharina Hornidge, Direktorin des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE)
    ©DIE

    Nach einer Videobotschaft von Dr. Stephan Holthoff-Pförtner, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes Nordrhein-Westfalen, diskutierten neben DIE-Direktorin Prof. Dr. Anna-Katharina Hornidge, Prof. Dr. Conrad Schetter, wissenschaftlicher Direktor, BICC, Prof. Dr. Ulrich Schlie, Henry Kissinger-Professur, CASSIS unter Moderation von Prof. Jakob Rhyner, Wissenschaftlicher Direktor des Innovation Campus Bonn.
    Neben einer Würdigung der Leistungen der Vereinten Nationen in den vergangenen Jahrzehnten, wurden auch der wachsende Druck auf den Multilateralismus, Herausforderungen wie Gewaltkonflikte, und die Bedeutung der Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele – gerade auch vor dem Hintergrund der Covid19-Pandemie – diskutiert.

  • News from SDSN Germany

    Logo SDSN Germany
    ©SDSN Germany

    12th meeting of the Extended Leadership Council of SDSN Germany

    On 29 September 2020, the Extended Leadership Council of SDSN Germany discussed the question What is Germany doing with “Next Generation EU“? via video conference. The conference hosted more than 50 participants, among them members of the Extended Leadership Council, member and partner organisations of SDSN Germany, representatives of the German Parliament (Bundestag), the federal government and the European Commission.

    In response to the COVID19 pandemic and its consequences, the EU Heads of State and Governments adopted the “Next Generation EU” (NGEU, 2021-2023) development plan at the European Council from 17 to 21 July 2020. Together with the multiannual financial framework 2021-2027 (MFF), NGEU aims to reshape the EU through its main political strategies, in particular the European Green Deal, the digital revolution and resilience. Whether this succeeds and thus a significant contribution can be made to achieving the goals of the 2030 Agenda for Sustainable Development and the Paris Climate Agreement will depend largely on the political course set in the next few months.

    Public webinar:

    Aligning the European Recovery Plan and the European Semester with the SDGs: The role of knowledge institutions

    The European Council and the European Commission have recognised the dramatic consequences of the pandemic. To address them, they have agreed on a Recovery Plan leading the way out of the crisis and laying foundations for a modern and more sustainable Europe. However, this effort will only be effective in the medium and long term if it promotes a transformation aligned with the 2030 Agenda for sustainable development with its Sustainable Development Goals (SDGs) agreed by all EU and world leaders in 2015 at the United Nations. This is underlined in the new Annual Sustainable Growth Strategy for 2021. Still, the guidelines for countries to prepare their Recovery and Resilience Plans have yet to explicitly operationalise the SDGs as a key benchmark and link to the reformed European Semester.

    Eloise Bodin (Institute for European Environmental Policy), Estelle Goeger (EU Commission), and Jorge Nunez Ferrer (Centre for European Policy Studies) provided inputs followed by reactions from SDSN networks.

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    Participation at the Sustainability Forum 2020

    At the invitation of the German Federal Chancellery, the Sustainability Forum 2020 took place on 15 October 2020. During the forum, more than 100 participants from politics, business and civil society discussed the dialogue version of the German National Sustainability Strategy. SDSN Germany took part in the discussion, giving a short speech about its position. The statements of SDSN Germany on the German Sustainability Strategy received a mostly positive response. Federal Minister Dr. Helge Braun opened the Sustainability Forum and initially led the debate. The Federal Chancellery takes note of the contributions and will finalize the sustainability strategy by early next year.