Hybride Veranstaltung zu nachhaltiger urbaner Mobilität

Photo: event on Sustainable urban mobility

©IDOS

Im Rahmen des Austauschs von Forschungsergebnissen und Informationen, die durch das gemeinsame Projekt „Inklusive und nachhaltige Smart Cities im Rahmen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ gesammelt wurden, wurde eine Veranstaltung gemeinsam von der Comisión Económica para América Latina (CEPAL) der Vereinten Nationen, dem German Institute of Development and Sustainability (IDOS) und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) organisiert. Die hybride Veranstaltung mit dem Titel „Nachhaltige urbane Mobilität: Ein interregionaler Dialog über die Branche und die Finanzierung des öffentlichen Verkehrs“ fand am 24. und 25. Mai 2022 in Santiago, Chile, statt. An diesem Dialog nahmen nationale und subnationale Regierungen, Akteur*innen aus Industrie, Wissenschaft und andere Personen teil, die sich für den öffentlichen Verkehr und die Mobilität interessieren.

Die CEPAL hat den „Big Push for Sustainability“ als Rahmen für die Region vorgeschlagen. Der „Big Push for Sustainability“ empfiehlt eine ehrgeizige öffentliche Politik zur Beschleunigung eines Strukturwandels, der den ökologischen Fußabdruck der Wirtschaft verringert, die Produktionskapazität des natürlichen Kapitals erhält und wiederherstellt und gleichzeitig Wirtschaftswachstum, Beschäftigung und andere soziale Vorteile schafft. Diese Ideen wurden auf Reformen der städtischen Mobilität in Form von praktischen Umsetzungsprozessen in einer Vielzahl von städtischen Ballungsräumen angewandt, um praktische Fahrpläne für einen nachhaltigen städtischen Verkehr abzuleiten, die sozial akzeptabel, wirtschaftlich relevant und politisch durchführbar sind.

Um die Klimaziele im Verkehrswesen zu erreichen, muss der Sektor von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien umsteigen, was auch Vorteile mit sich bringt. CEPAL hat sich mit dem IDOS, der Indischen Observer Research Foundation (ORF) aus Indien und der GIZ zusammengetan, um eingehende Fallstudien über die Erfahrungen mit nachhaltigem öffentlichem Verkehr in asiatischen und lateinamerikanischen Megastädten durchzuführen und politische Lehren daraus zu ziehen. Das Projekt und die Veranstaltung wurden vom deutschen Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) über die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) gefördert.

Der erste Tag der Veranstaltung konzentrierte sich auf industriepolitische Maßnahmen, die darauf abzielen, die Vorteile des Ausbaus des öffentlichen Nahverkehrs in zwei Fällen zu nutzen: die Einführung von Elektrobussen und der Bau von städtischen Schienennetzen. Von Seiten des IDOS wurden in Zusammenarbeit mit der ORF Beispiele dafür vorgestellt, wie chinesische und indische Städte lokale Kapazitäten für Elektrobusse und U-Bahnen entwickelt haben.

Der zweite Tag war der Frage gewidmet, wie Städte Ressourcen zur Finanzierung nachhaltiger städtischer Verkehrssysteme mobilisieren können. ECLAC zeigte die verschiedenen Herausforderungen für die Finanzierung nachhaltiger Mobilität in Lateinamerika und der Karibik sowie die Möglichkeiten der Bodenwerterfassung auf. Das IDOS, der ORF und das World Resources Institute (WRI) gaben Einblicke aus asiatischen Städten in die Finanzierung des städtischen Schienenverkehrs durch die Erfassung des Bodenwerts und Mechanismen der transitorientierten Entwicklung. Der Dialog endete mit Schlussfolgerungen von Jose Luis Samaniego (CEPAL) und Tilman Altenburg (IDOS).

Mehr über die Veranstaltung, einschließlich der Präsentationen, finden Sie hier:

https://www.cepal.org/es/eventos/movilidad-urbana-sostenible-un-dialogo-interregional-la-industria-financiamiento-transporte

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