Studie zeigt, wie Klimaschutz und UN-Nachhaltigkeitsziele gemeinsam erreicht werden können

Eine Welt, die den Klimawandel effektiv bekämpft und die 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der Vereinten Nationen umsetzt, ist möglich – so eine neue Studie von PIK, DIE und der Goethe-Universität Frankfurt.

In einer Studie haben Forscher*innen des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) und der Goethe-Universität Frankfurt einen ‚nachhaltigen Entwicklungspfad‘ (Sustainable Development Pathway – SDP) entworfen, der ehrgeizigen Klimaschutz mit gezielten Maßnahmen für Entwicklung, Zugang zu Nahrung und Energie, globale und nationale Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit verbindet. Mit diesem interdisziplinären, szenarienbasierten Ansatz wurden erstmals alle 17 Nachhaltigkeitsziele mit ihren Wechselwirkungen untereinander modelliert. Die Studie wurde am 2. August 2021 in der renommierten Zeitschrift Nature Climate Change veröffentlicht.

Den Klimawandel nicht als isoliertes Problem zu betrachten, sondern Klimaschutz mit einer breiten Nachhaltigkeitsstrategie zu verbinden, ist eine Notwendigkeit, die aus den Ergebnissen der Studie resultiert. Auch politische Faktoren sind zentral, in bisherigen Analysen aber zu kurz gekommen. Dr. Julia Leininger, Leiterin des Programms „Transformation politischer (Un-)Ordnung“ am DIE, und Christopher Wingens, wissenschaftlicher Mitarbeiter am DIE, trugen gemeinsam mit Prof. Constantin Ruhe, Goethe-Universität Frankfurt, Analysen und Modellierungen politischer Institutionen und gewaltsamer Konflikte entlang des nachhaltigen Entwicklungspfades bis 2050 zu der Studie bei. „Weltweit muss dringend gegen den Klimawandel gehandelt und nachhaltige Entwicklung erreicht werden. Starke, inklusive politische Institutionen und Frieden sind Schlüsselfaktoren für die ganzheitliche Umsetzung der Agenda 2030 und das Erreichen der Nachhaltigkeitsziele“, so Dr. Julia Leininger.

Studie:

Bjoern Soergel, Elmar Kriegler, Isabelle Weindl, Sebastian Rauner, Alois Dirnaichner, Constantin Ruhe, Matthias Hofmann, Nico Bauer, Christoph Bertram, Benjamin Leon Bodirsky, Marian Leimbach, Julia Leininger, Antoine Levesque, Gunnar Luderer, Michaja Pehl, Christopher Wingens, Lavinia Baumstark, Felicitas Beier, Jan Philipp Dietrich, Florian Humpenöder, Patrick von Jeetze, David Klein, Johannes Koch, Robert Pietzcker, Jessica Strefler, Hermann Lotze-Campen, Alexander Popp (2021): A sustainable development pathway for climate action within the UN 2030 Agenda. Nature Climate Change. DOI: 10.1038/s41558-021-01098-3

Zur Pressemitteilung


Wissenschaftlicher Kontakt am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE)

Dr. Julia Leininger

Julia.Leininger@die-gdi.de

Telefon: 0228 94927-160

 

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