Neuigkeiten aus dem Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research (KHK/GCR21)

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Das Käte Hamburger Kolleg KHK / GCR21 berichtet von seiner Jahrestagung, stellt neue Publikationen und bevorstehende Veranstaltungen.

Jahrestagung der Society for the Advancement of Socio-Economics (SASE), 2.-5. Juli 2021

After Covid? Critical Conjunctures and Contingent Pathways of Contemporary Capitalism

Die diesjährige SASE-Konferenz wurde als weitreichender Erfolg gewertet. Referent*innen aus verschiedenen Disziplinen boten gemeinsames Fachwissen zu Themen im Zusammenhang mit der Erholung und den Fortschritten während und nach der COVID-19-Pandemie. Ausführliche Tagesberichte von der Konferenz, einschließlich der Berichte über die einzelnen Vorträge, finden Sie hier.

Die SASE-Präsidentschaft von KHK-Direktorin Prof. Dr. Sigrid Quack ging mit dem Abschluss der Jahrestagung der Gesellschaft am Sonntagabend zu Ende. Prof. Dr. Quack beendete ihr Jahr als SASE-Präsidentin mit einer inspirierenden Rede, in der sie über die Pandemie und ihre Bedeutung für die Institutionentheorie reflektierte. Ihr Präsidentschaftsvortrag „Die Pandemie als historische Konjunktur: Die Gegenwart verstehen, die Zukunft abbilden“ gibt Denkanstöße für den Ausblick auf die globale Zusammenarbeit.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Sigrid Quack, Presidential Address

SASE-Bericht, Erster Tag: „Start der SASE Jahreskonferenz“

SASE-Bericht, Zweiter Tag: „Regieren nach Covid?“

SASE-Bericht, Dritter Tag: „Globale Zusammenarbeit und Migration“

SASE-Bericht, Vierter Tag: „Digitale Governance und Demokratie“

 

Quarterly Magazine “Variants of Political Space”, veröffentlicht im Juli 2021

Der politische Raum wird in erster Linie als geografischer Raum wahrgenommen, und Geopolitik prägt immer noch unsere Sichtweise auf die Welt und die Verteilung der Macht in ihr. Aber digitale und emotionale Sphären sozialer Interaktion bieten andere Möglichkeiten, Hierarchien zu etablieren, Macht auszuüben und Grenzen zu verschieben. Sie bieten Möglichkeiten für Einschluss und Ausschluss, wirtschaftliches Wachstum oder Niedergang, Räume für Einfluss und Zugehörigkeit.

Dieses Quarterly Magazine enthält nachdenkliche Reflexionen über Varianten des politischen Raums. Die Beiträge reichen von Digital Governance über Entwicklungszusammenarbeit in Zentralasien bis hin zu universitärer Bildung und öffentlicher Diplomatie sowie den Imaginationen indischer Amerikaner*innen. Die aktuellen Fellows des Kollegs prägen diese Ausgabe, nicht zuletzt durch faszinierende Projektbeschreibungen zu aktuellen Forschungen im Bereich der kritischen Phantasie-Studien, der Kultur eines offenen Internets und der Kritik am liberalen Staat des 19.Jahrhunderts.

Zur aktuellen Ausgabe gelangen Sie hier: https://www.gcr21.org/de/publikationen/gcr/global-cooperation-quarterly/global-cooperation-research-2-/-2021

 

Neues Research Paper von Alumni Fellow Dr. Alena Drieschova analysiert die Rolle sozialer Medien im Diskurs über Klimawandel

Alena Drieschova, bis vor kurzem Gastwissenschaftlerin am Kolleg, untersucht in ihrem neuen Forschungspapier ‚The Social Media Revolution and Shifts in the Climate Change Discourse‘ das, was sie die „Möglichkeitsstruktur“ der sozialen Medien nennt. Im Hinblick auf die aktuelle Klimadebatte vergleicht Drieschova die entgegengesetzten Gruppen der Klimaskeptiker und der sozialen Bewegung der Klimaaktivisten.  Zahlen belegen, dass die Bewegung der Klimaaktivisten diese Medien wesentlich erfolgreicher nutzen.

Drieschova legt eine qualitative Studie vor in bewusster Absetzung von jenen überwiegend quantitativen Studien, die sie in einer Übersicht über die Forschungsliteratur referiert. Sie interessiert sich für marginalisierte Gruppen und individuelle Akteure auf der Suche nach Bildern, Geschichten und Argumenten

Alena Drieschova, „The Social Media Revolution and Shifts in the Climate Change Discourse

Global Cooperation Research Papers 29, Duisburg 2021

 

Bevorstehende Veranstaltungen

20. Käte Hamburger Dialog: “Power and Authority in Internet Governance: What Role for the State?”

Mittwoch, 8. September 2021 (17:30, MESZ) | Online-Podium via Zoom

Der weltweite Vorstoß für eine stärkere Beteiligung des Staates an der Internetregulierung hat ein neues Interesse an der Frage nach der angemessenen Rolle des Staates in der heutigen digitalen Gesellschaft geweckt: Ist der Staat „zurück“ in der Internetregulierung? Wenn ja, welche Formen nimmt staatliche Beteiligung an, und welche Folgen hat dies für die Zukunft? Welche Herausforderungen stellt die staatliche Regulierung für die demokratischen Werte dar? Müssen wir das „Splinternet“ fürchten?

Der kürzlich veröffentlichte GCR21-Band Power and Authority in Internet Governance: Return of the State? (Routledge, 2021) befasst sich mit diesen Fragen und treibt die Debatte über eine vereinfachende Dichotomie zwischen Liberalismus und Autoritarismus hinaus, um auch eine stärkere Beteiligung des Staates auf der Grundlage der Werte von Demokratie und Menschenrechten in Betracht zu ziehen. Wir laden Sie zu einer Podiumsdiskussion ein, bei der mehrere Autoren von „Power and Authority in Internet Governance“ diese Fragen erörtern werden. Wie das Buch wird auch die Podiumsdiskussion den vielschichtigen Charakter der Internet-Governance untersuchen und dabei die Herausforderungen und Entwicklungen auf globaler Ebene sowie die Internet-Governance aus der Perspektive sowohl autoritärer als auch demokratischer Staaten beleuchten.

Zur Anmeldung

Internationale Konferenz „De/Legitimizing Global Migration Control“

28-29 Oktober 2021 | Universität von Amsterdam, Roeterseiland Campus

Wir freuen uns, eine internationale Konferenz mit dem Titel „De/Legitimizing Global Migration Control“ ankündigen zu können, die an der Universität von Amsterdam stattfinden wird. Die Konferenz wird vom Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research an der Universität Duisburg-Essen in Zusammenarbeit mit dem Amsterdam Institute for Social Science Research (AISSR) organisiert.

Ziel der Konferenz ist es, die Stimmen und Interventionen verschiedener Akteure und Gemeinschaften zu beleuchten, die konkurrierende (De-)Legitimationsnarrative artikulieren, die sich gegen bestehende oder entstehende Migrationsregime oder Kontrollpraktiken richten. Die Konferenz wird zu einem neuen wissenschaftlichen und politischen Verständnis der kulturellen und moralischen Grundlagen aktueller und zukünftiger Migrationsregime in der ganzen Welt beitragen.

Wir benötigen eine verbindliche Bestätigung der Teilnahme bis zum 1. Oktober 2021. Bitte melden Sie sich an unter: migrationpolitics@uva.nl

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