Von „best verfügbarer Wissenschaft“ zu „bestem verfügbaren Wissen“

Die von IDOS mitveranstaltete UNFCCC-Nebenveranstaltung forderte eine stärkere Anerkennung indigenen und lokalen Wissens in den Prozessen der Klimapolitik.

Die Veranstaltung am 16. Juni 2026 befasste sich mit den epistemologischen Veränderungen, die für eine echte Einbeziehung indigenen und lokalen Wissens in multilaterale Klimagovernance-Prozesse erforderlich sind.

Referent*innen von IDOS, CIPRED, der FWG, der COP30-Präsidentschaft und dem Belmont Forum erläuterten detailliert, wie transdisziplinäre Forschung neu gestaltet werden kann, um Wissensträger*innen als epistemische Autoritäten einzubeziehen. IDOS-Experte Niklas Wagner hob das Potenzial des Global Stocktake hervor, diesen Wandel zu institutionalisieren und durch deliberative Bottom-up-Mechanismen wie Bürgerversammlungen von der „besten verfügbaren Wissenschaft“ hin zum „besten verfügbaren Wissen“ zu gelangen.

In den Diskussionen wurden drei Haupthindernisse hervorgehoben: finanzielle Engpässe, die den Zugang indigener Gemeinschaften zu Forschungsmitteln einschränken; epistemologische Hierarchien, die peer-reviewte Wissenschaft gegenüber generationenübergreifenden Wissenssystemen privilegieren; sowie institutionelle Strukturen, die indigene Stimmen aus den Governance-Protokollen ausschließen.

Zur Überwindung dieser Hindernisse konzentrierten sich die abschließenden Empfehlungen auf die Schaffung von Einreichungswegen für nicht-schriftliche Wissensformen und die Sicherung der indigenen Vertretung in technischen Entscheidungsprozessen innerhalb der UNFCCC-Mechanismen.

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