Synergien und Zielkonflikte der Rio-Konventionen ausloten

World-Café-Diskussionen beleuchteten Risiken und Potenziale, darunter die Möglichkeit einer gemeinsamen „Mega-COP“ für alle drei Rio-Konventionen.

Am 13. Juni 2026 organisierte IDOS gemeinsam mit anderen Akteur*innen im Bonner Klimacamp einen interaktiven World-Café-Workshop, bei dem die Vorteile und Kompromisse einer stärkeren Integration der Rio-Konventionen untersucht wurden.

Der gemeinsam mit der Universität Genf, Shifting Advocacy und der Jugendgruppe der UNFCCC, YOUNGO, veranstaltete Workshop brachte Vertreter*innen der Zivilgesellschaft, Forscher*innen und Aktivisten*innen an drei Diskussionsrunden zusammen: Wissensarten und wessen Fachwissen in Überprüfungsmechanismen zählt; administrative Belastung durch nationale Berichterstattung und die positiven Nebeneffekte einer Angleichung von NDCs, NBSAPs und Zielen zur Bekämpfung der Bodendegradation; sowie Finanzströme und thematische Synergien zwischen den Agenden zu Klima, Biodiversität und Landnutzung.

Anstatt davon auszugehen, dass eine Integration grundsätzlich positiv ist, setzten sich die Teilnehmenden mit echten Spannungsfeldern auseinander – könnte eine Annäherung transformative Maßnahmen ermöglichen oder besteht die Gefahr, dass einzelne Agenden verwässert werden? Die Teilnehmer*innen des interaktiven Workshops erarbeiteten sowohl Potenziale als auch Kompromisse und erstellten gemeinsam ein Ergebnis zum Thema „Risiken vs. Potenziale“. Die Veranstaltung machte deutlich, dass Praktiker*innen, die sich mit diesen Übereinkommen befassen, konkrete Wege benötigen, um sich kritisch mit der Synergienagenda auseinanderzusetzen. Der Workshop endete mit einer Diskussion über die Aussicht auf eine Mega-COP im Jahr 2032 für alle drei Rio-Konventionen, die den 40. Jahrestag von Rio markieren und möglicherweise in Afrika stattfinden könnte.

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