Expert*innen begrüßen gemeinsames G7-Kommuniqué, bedauern jedoch die Verengung der Entwicklungszusammenarbeit und die Ausklammerung der Agenda 2030.


Der stellvertretende IDOS-Direktor Dr. Axel Berger nahm an einem Roundtable der European Think Tanks Group (ETTG) teil, bei dem das Treffen der G7-Entwicklungsminister*innen im Mai reflektiert wurde. Zum ersten Mal seit 2024 einigten sich die G7-Mitglieder auf ein gemeinsames Kommuniqué – was für sich genommen bereits bemerkenswert ist. Dies ging jedoch mit einer deutlichen Verengung der Entwicklungszusammenarbeit einher: Die Agenda 2030 und nachhaltige Entwicklung fanden keine Erwähnung, und Ambitionen in den Bereichen Geschlechtergleichstellung und Klima wurden drastisch heruntergeschraubt. Während sich die Entwicklungszusammenarbeit vom klassischen „Aid“-Ansatz hin zu gegenseitig vorteilhaften Partnerschaften wandelt, ist sie nach wie vor gefordert, jene Standards zu erfüllen, die für eine nachhaltige Transformation und für den Aufbau vertrauenswürdiger und glaubwürdiger Kooperationsarchitekturen notwendig sind, um den Krisen unserer Zeit standhalten zu können. Vor dem Hintergrund eines sich wandelnden Entwicklungssektors und zahlreicher parallel laufender Reforminitiativen zielte das ETTG-Treffen ausdrücklich darauf ab, Synergien zwischen den G7-Prioritäten Frankreichs, dem Mattei-Plan Italiens für Afrika und der bevorstehenden G20-Präsidentschaft des Vereinigten Königreichs zu schaffen.

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