Die MC14 endete ergebnislos bei zunehmenden Spannungen im globalen Handel. Zugleich halten Initiativen wie der Trade + Sustainability Hub Dialog und Zusammenarbeit aufrecht.

Ende März fand die 14. Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) (MC14) in Yaoundé, Kamerun, statt. Sie fiel in eine Zeit beispiellosen Drucks auf die Organisation und ihre Prinzipien, wie Generaldirektorin Ngozi Okonjo-Iweala in ihrer Eröffnungsrede betonte. Ihr ernüchterndes Ende, ohne Abschluss eines der zentralen Verhandlungspakete, zeugt von der aggressiven Machtpolitik insbesondere der USA, Chinas und Indiens, die kaum bereit sind, Kompromisse zum Wohle eines funktionierenden globalen Handelssystems einzugehen, wie Dr. Axel Berger und Prof. Dr. Clara Brandi in ihrem Beitrag für den IDOS Sustainable Futures Blog analysieren.

Auch wenn plurilaterale Abkommen und die vorläufige Anwendung von Vereinbarungen durch „Koalitionen der Willigen“ einen innovativen Ausweg darstellen und durchaus Hoffnungsschimmer bieten, sind sie keine tragfähige langfristige Strategie für die WTO. Wie Axel Berger in seinen Beiträgen für CNBC Africa und die Frankfurter Rundschau weiter ausführt, sind für jene Länder, die weiterhin auf ein regelbasiertes internationales Handelssystem angewiesen sind, darunter Europa, Freihandelsabkommen wichtiger denn je. Ebenso zentral sind gemeinsame Reformanstrengungen sowie eine kooperative Politik der Zusammenarbeit unter Mittelmächten auf allen Kontinenten.
Es ist entscheidend, die Prinzipien der WTO weiterhin zu betonen und aktiv voranzubringen – wo nötig auch jenseits ihrer formalen Strukturen. Vor diesem Hintergrund organisierte das International Institute for Sustainable Development begleitend zur MC14 die vierte Ausgabe des Trade + Sustainability Hub. Der Hub brachte Expert*innen aus allen Sektoren zusammen, um dringend benötigte Brücken zwischen Handel und nachhaltiger Entwicklung zu schlagen.
IDOS und die Konrad-Adenauer-Stiftung veranstalteten gemeinsam eine Sitzung des Hubs zum Thema „Trade as a Driver of Economic Transformation in Africa: Manufacturing, Services and Investment“. Die Expert*innen Benedicta Lasi (African Trade Chamber), Escipión Oliveira Gómez (International Trade Centre) und Trudi Hartzenberg (Trade Law Centre – tralac) diskutierten, wie die wirtschaftliche Transformation in Afrika vorangebracht werden kann, insbesondere durch die Rolle ausländischer Direktinvestitionen (FDI) sowie das WTO-Abkommen zur Investitionserleichterung für Entwicklung.

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