Expert*innen aus Europa und Afrika diskutieren wirtschaftliche Chancen, Multipolarität und die Folgen geopolitischer Verschiebungen.

Am 14. April 2026 kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Forschung in den Räumlichkeiten des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) in Berlin zusammen, um aktuelle Fragen der europäisch-afrikanischen Beziehungen in einer sich verändernden Weltordnung zu diskutieren. Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom BDI, der Hanns-Seidel-Stiftung, dem Institute for Security Studies (ISS) und Megatrends Afrika organisiert.
Den Auftakt bildete eine Keynote von Dr. Wolfgang Stefinger, Mitglied des Deutschen Bundestages und Vorsitzender des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der die strategische Bedeutung der europäisch-afrikanischen Partnerschaft in einer multipolaren Welt in den Mittelpunkt stellte. Anschließend gab Collin Meisel (University of Denver) einen zukunftsorientierten Impuls zu den sich verändernden globalen Machtverhältnissen.

In der anschließenden Podiumsdiskussion kamen unterschiedliche Perspektiven aus Wissenschaft, Privatwirtschaft und Forschung zusammen. Dr. Linda Lochner (Megatrends Afrika / Kiel Institute) beleuchtete wirtschaftliche Chancen, Finanzströme und Verschuldungsdynamiken, die Afrikas Entwicklungspfad prägen. Priyal Singh (ISS) analysierte Afrikas wachsende Rolle in einer neuen multipolaren Weltordnung und die sich daraus ergebenden Chancen. Heike Bergmann (Voith Hydro Holding GmbH) teilte aus unternehmerischer Perspektive Erfahrungen aus der Arbeit des Unternehmens im erneuerbaren Energiesektor in Afrika. Moderiert wurde die Runde von Dr. Lena Gutheil (Megatrends Afrika /IDOS).
Ein besonderer Höhepunkt war ein kurzer, aber gewinnbringender Austausch mit dem südafrikanischen Außenminister Ronald Lamola — eine zeitgemäße Begegnung angesichts der bedeutenden Rolle Südafrikas in der multilateralen Diplomatie und der immer wichtiger werdenden Stellung Afrikas in der globalen Politik.
Die Veranstaltung unterstrich die Bedeutung strukturierter, sektorübergreifender Dialoge zwischen europäischen und afrikanischen Partnern in einer Zeit, in der geopolitische Verschiebungen die Chancen und Verantwortlichkeiten auf beiden Seiten neu gestalten. IDOS wurde vertreten durch Dr. Lena Gutheil und Dr. Benedikt Erforth.

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