Raisina Dialogue 2026

Geoökonomische und geopolitische Auswirkungen auf eine sich wandelnde Weltordnung prägten die Diskussionen und den Austausch in Neu-Delhi.

Am 5. und 6. März fand in Neu-Delhi, Indien, eine führende Konferenz zu Geopolitik und Geoökonomie statt: der Raisina Dialogue 2026. Prof. Dr. Anna-Katharina Hornidge und Dr. Tim Vogel wirkten an Sitzungen und Roundtable mit, in denen die Zukunft der globalen Zusammenarbeit erörtert wurde.

Ein hochrangiger Roundtable, der gemeinsam vom Research and Information System for Developing Countries (RIS) und dem German Institute of Development and Sustainability (IDOS) organisiert wurde, brachte hochrangige Expert*innen und politische Entscheidungsträger*innen aus Indien und Deutschland zusammen, darunter Vertreter*innen des indischen Außenministeriums, des BMZ, der KfW und der UN sowie Staatssekretär Niels Annen (BMZ) als Ehrengast aus Deutschland.

Die Diskussionen befassten sich mit den Chancen der wirtschaftlichen Integration zwischen Indien und der EU und konzentrierten sich dabei auf die geopolitischen, geoökonomischen und nachhaltigkeitsbezogenen Dimensionen des neuen Freihandelsabkommens zwischen Indien und der EU – Indiens bislang umfassendste Handelspartnerschaft – sowie auf dessen Potenzial, widerstandsfähige Lieferketten zu stärken und die sich wandelnde Weltordnung gemeinsam zu gestalten. Der Austausch unterstrich das gemeinsame Engagement für Klimaschutz, Multilateralismus, nachhaltiges Wachstum und eine zukunftsorientierte Vision für 2030 durch Partnerschaften und die Einbindung des Privatsektors.

Foto: Die Podiumsteilnehmenden auf der Bühne des Raisina Dialogue 2026, darunter IDOS-Direktorin Anna-Katharina Hornidge
©IDOS

Prof. Dr. Anna-Katharina Hornidge sprach unter anderem in der Sitzung „Development by Design: Scripting the Next Global Growth Story“ über die Gestaltung einer Agenda für nachhaltige Entwicklung über das Jahr 2030 hinaus. Sie betonte die Bedeutung einer regelbasierten internationalen Ordnung, selbst angesichts der wachsenden Herausforderungen für den Multilateralismus. In den Diskussionen mit ihren Mitdiskutanten, zu denen unter anderem D. N. Dhungyel, Außenminister von Bhutan, und Dr. Ngwaru J. Maghembe, stellvertretender Außenminister von Tansania, gehörten, wurde die Notwendigkeit einer gemeinsamen Zukunft für unseren Planeten mit nachhaltigen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Dimensionen hervorgehoben sowie die Notwendigkeit, die gemeinsame Agenda für die Zukunft weiterzuentwickeln: eine Agenda für die Zeit nach 2030.

Darüber hinaus leitete Prof. Hornidge einen Roundtable, der gemeinsam von der Hamburg Sustainability Conference und IDOS organisiert wurde und sich mit der Rolle des Privatsektors bei Nachhaltigkeitstransformationen befasste, mit einer Keynote von StS Niels Annen. Anlässlich des Internationalen Frauentags leitete Prof. Hornidge zudem einen von der Observer Research Foundation organisierten Raisina Roundtable mit Schwerpunkt auf Frauenrechten auf dem Arbeitsmarkt und hielt dort eine Rede.

Authors

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert