Im Mittelpunkt der Diskussion stand der Reformplan „Zukunft zusammen global gestalten“- eine strategische Neuausrichtung der deutschen Entwicklungspolitik.

Am 13. März begrüßten wir Reem Alabali Radovan, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, zu einer Rede und einem hochrangigen Dialog mit Vertreter*innen von Bonner Institutionen aus den Bereichen Entwicklungspolitik und Entwicklungszusammenarbeit, darunter UN-Organisationen, andere Bundesministerien, die Stadt Bonn, Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Kunst, Medien, Think-Tanks und Forschungseinrichtungen.

In ihrer Eröffnungsrede wies Ministerin Alabali Radovan darauf hin, wie wichtig es sei, dass Deutschland in zuverlässige, vertrauensvolle und auf Gegenseitigkeit beruhende Partnerschaften mit Ländern in Asien, Afrika und Lateinamerika in einer zunehmend fragmentierten, multipolaren Welt investiere, und hob IDOS als wichtigen Partner hervor, der Fachwissen bereitstellt.

In der Podiumsdiskussion mit IDOS-Direktorin Prof. Dr. Anna-Katharina Hornidge forderte Ministerin Alabali Radovan die teilnehmenden Entscheidungsträger*innen zu einer nachhaltigen politischen Unterstützung der internationalen Zusammenarbeit und Entwicklung auf und betonte die Notwendigkeit und das Potenzial, zusätzlich zu öffentlichen Mitteln privates Kapital für den Aufbau transnationaler Allianzen zu mobilisieren. Unter Hinweis auf die durch den Aufstieg autoritärer Kräfte schrumpfenden zivilgesellschaftlichen und epistemischen Räume bekräftigte sie ihr klares Bekenntnis zur Wahrung der Unabhängigkeit und Freiheit der Medien und der Wissenschaft sowie zur Unterstützung einer aktiven und gestärkten Zivilgesellschaft. Gleichzeitig betonte sie die Notwendigkeit eines mittel- bis langfristigen Ansatzes zur Bekämpfung von Armut, zur Gewährleistung der Ernährungssicherheit und zur Förderung des sozialen Zusammenhalts und der Stabilität, insbesondere auch in Konfliktgebieten. Im Hinblick auf Kooperationsformate mit Ländern mit mittlerem Einkommen konzentrierte sie sich auf die wirtschaftliche Zusammenarbeit im gegenseitigen Interesse und skizzierte dabei eine Reihe verschiedener Kooperationsformate, darunter die kreditbasierte wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie einen verstärkten Dialog und Think-Tank-Formate. In der Diskussion wurde auch die Verbesserung der öffentlichen Kommunikation über die Wirksamkeit der Entwicklungspolitik betont, insbesondere auch jenseits der „Entwicklungscommunity“.

Sie hob den Beitrag des IDOS durch Forschung, wissenschaftliche Erkenntnisse und themenbezogene Politikberatung zur sorgfältigen Gestaltung von Reformdiskussionen in der internationalen Zusammenarbeit und Entwicklung hervor. In einem Videointerview erwähnte die Ministerin insbesondere die Analysen des IDOS zu Investitionsmöglichkeiten in Ländern mit mittlerem Einkommen zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung und zur Schaffung von Arbeitsplätzen. Die Ministerin betonte das Ziel Deutschlands, eine strategische, wirkungsorientierte Entwicklungspolitik zu verfolgen.

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