Internationale Journalist*innen erkunden IDOS und Klimasicherheitsforschung

Auf Einladung des Auswärtigen Amts reisten internationale Journalist*innen durch Deutschland. IDOS durfte sie dabei als eine der Stationen begrüßen.

Gruppenphoto: Internationale Journalist*innen posieren mit ihren Gastgebern vorm IDOS, unter anderem mit Axel Berger.Für das Auswärtige Amt organisierte das Besucherprogramm des Goethe-Instituts eine Besucherreise zum Thema „Nexus – Klima, Frieden, Sicherheit“. 15 Journalist*innen aus Südamerika, Afrika sowie kleinen Inselentwicklungsstaaten (SIDS) aus dem karibischen und pazifischen Raum nahmen daran teil. Ziel des Aufenthaltes in Deutschland vom 8. bis 14. Februar war es, einen Austausch zu internationalen Sicherheitsfragen in Folge des menschengemachten Klimawandels zu ermöglichen. Zugleich sollte der Austausch zeigen, mit welchem Engagement, welchen Mitteln und mit welcher Überzeugung sich Deutschland international einbringt und sich als verlässlichen und engagierten Kandidaten für den VN-Sicherheitsrat präsentiert.

Die Reise führte die Gruppe zu zentralen Institutionen dieses Themenfeldes. Am 13. Februar machte sie Halt beim German Institute of Development and Sustainability (IDOS). Der stellvertretende Direktor (interim), Dr. Axel Berger, eröffnete den Besuch mit einem Überblick über die Arbeit des Instituts. Danach wurde es fachlich und zugleich perspektivenreich. Zwei Expert*innen führten die Gäste in die komplexe Welt der Klimarisiken ein.

Dr. Steffen Bauer sprach über „Climate change as a global risk for international security and human development“. Anschaulich zeigte er, wie sich die internationale Wahrnehmung des Klimawandels in den letzten zwanzig Jahren von einem Umweltproblem zu einem alle entwicklungspolitischen Handlungsfelder durchdringenden Thema verändert hat. Die „Versicherheitlichung“ der Klimapolitik wird dabei nicht zuletzt in ihrer Wechselwirkung mit aktuellen geopolitischen Dynamiken deutlich, etwa bezüglich des Zugangs zu kritischen Rohstoffen, die für klimafreundliche Technologien benötigt werden, oder in Landnutzungskonflikten.

Photo: Internationale Journalist*innen bei Ihrem Stopp im IDOS, während eine Präsentation im Veranstaltungssaal gehalten wird.Im Anschluss erläuterte Dr. Jasmin Lorch in ihrem Vortrag „Climate Risks and Integrated Security: Climate Change in German Policy“ den Stellenwert, der Klimarisiken in der Nationalen Sicherheitsstrategie (SiSt) der Bundesregierung von 2023 beigemessen wird. Der Beitrag ordnete das „integrierte Sicherheitsverständnis“, welches der SiSt zugrunde liegt, in die Entwicklung des Sicherheitsbegriffs nach dem Kalten Krieg ein. Er schloss mit einem Ausblick auf mögliche zukünftige Entwicklungen des deutschen und europäischen Sicherheitsverständnisses in Zeiten zunehmender Großmachtpolitik und eines wachsenden Fokus auf militärische Wehrhaftigkeit.

Es folgte ein lebhafter Austausch. Offen, differenziert und geprägt von den Rechercheerfahrungen der Journalist*innen. Der Austausch war von gegenseitigem Lernen getragen. Für IDOS sind diese internationalen Dialoge sehr wertvoll und sie tragen zur Kontextualisierung der laufenden Forschungs- und Beratungsarbeiten bei.

 

Authors

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert