IDOS und CEP präsentieren den 2025 Flagship Report zu Steuervergünstigungen und die neue Version des Global Tax Expenditures Transparency Index (GTETI).

Am 4. Dezember haben IDOS und der Council on Economic Policies (CEP) bei einer virtuellen Veranstaltung den neuen Flagship Report zu Steuervergünstigungen vorgestellt. Dieser Report ist der dritte in einer Serie, die alle zwei Jahre erscheint und sich jeweils bestimmten Aspekten des Themas widmet.
In diesem Jahr lag der Fokus auf der Frage, wie die Wirksamkeit von Steuervergünstigungen festgestellt und gesichert werden kann. Angesichts der Tatsache, dass solche Vergünstigungen weltweit staatliche Einnahmenverluste von mindestens 3,7 Prozent des BIP und ca. einem Viertel der tatsächlich erzielten Steuereinnahmen nach sich ziehen, ist diese Frage zweifellos von großer Bedeutung. In insgesamt zehn Kapiteln widmen sich Expert*innen der Weltbank, des Internationalen Währungsfonds (IWF), der OECD, der Vereinten Nationen und der Wissenschaft jeweils zentralen Aspekten dieses Themas – z.B. der Frage, wie Anreize für Forschung und Entwicklung (FuE) oder klimafreundliches Verhalten wirksam gestaltet werden können.

Veranstaltung wurde zudem die neue (zweite) Version des Global Tax Expenditures Transparency Index (GTETI) präsentiert. Dieser Index bewertet Länder danach, wie umfassend sie über die von ihnen gewährten Steuervergünstigungen berichten. Die erste Version des GTETI war 2023 vorgestellt worden. In diesem Jahr ist die Zahl der erfassten Länder von 105 auf 116 gestiegen. Dabei zeichnet sich immer deutlicher ab, dass die Qualität der öffentlichen Berichterstattung zu Steuervergünstigungen nicht vom Einkommensniveau oder von der Kapazität der öffentlichen Verwaltung abhängt, sondern in erster Linie vom politischen Willen der Regierungen, über diesen zentralen Aspekt der Fiskalpolitik gewissenhaft Auskunft zu geben. So schaffen es z.B. Indonesien, Benin, Ecuador und Guinea ins obere Viertel des Rankings, während im unteren Viertel Länder wie Rumänien, Ungarn, Polen und die Schweiz zu finden sind. Besonders bei der Evaluierung von Steuervergünstigungen zeigt sich bei der großen Mehrheit der erfassten Länder allerdings noch deutlicher Verbesserungsbedarf.
Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet und kann hier angesehen werden.

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