POESIS erforscht Wissensabhängigkeiten und sozio-ökologische Ungleichheiten in zeitgenössischer ozeanischer Politik.
Aufbauend auf der langjährigen Partnerschaft mit dem Exzellenzcluster der Universität Bonn, dem Bonn Center for Dependency and Slavery Studies (BCDSS) sowie der Professur von IDOS-Direktorin Prof. Dr. Anna-Katharina Hornidge an der Universität Bonn, hat IDOS eine neue institutionsübergreifende Forschungsgruppe eingerichtet: POESIS (Power, Knowledge, and Servitude at Sea). Die Gruppe ist Teil der zweiten Förderphase des Clusters (2026–2032).
POESIS wird vom BCDSS finanziert und ist am IDOS angesiedelt. Die Leitung übernimmt Senior Researcher Rapti Siriwardane-de Zoysa (sie/ihr) in Zusammenarbeit mit Anna-Katharina Hornidge; beide haben zur konzeptionellen Ausarbeitung des Förderantrags für die zweite Clusterphase im Jahr 2025 beigetragen. Die Forschungsgruppe ist gemeinsam in den Abteilungen Environmental Governance und Knowledge Cooperation verankert und wird ab Oktober 2026 zwei vollständig finanzierte Promotionsstellen ausschreiben.
Die Forschung von POESIS untersucht Wissensabhängigkeiten und sozio-ökologische Ungleichheiten, die zeitgenössische ozeanische Politik prägen, mit Schwerpunkt auf fluss- und küstennaher Rohstoffgewinnung, unterwasserbezogenem biokulturellem Naturschutz sowie den Auswirkungen der maritimen Schifffahrt. Darüber hinaus analysiert die Gruppe die Schnittstellen zwischen dem Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen (UNCLOS), der UN-Ozeandekade sowie Klima- und Biodiversitätspolitik. Damit leistet POESIS auch einen Beitrag zur laufenden IDOS-Forschung über strukturelle Asymmetrien in Wissenskooperation und Entwicklungspraxis.

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