Planspiel „Beyond Failures: A Global Citizens’ Assembly for Sustainable Futures”

In heutigen polarisierten politischen Debatten fehlt oft eine Vision partizipativer globaler Governance sowie innovative Ideen für wohlhabendere, gerechtere und nachhaltigere Zukünfte. Am 4. und 5. November 2025 kamen 49 Teilnehmende aus den aktuellen Jahrgängen der IDOS-Trainingsprogramme zusammen, um diese Herausforderung zu diskutieren.

Gruppenbild der Teilnehmer
©IDOS

Dieses Ereignis markierte zugleich das erste Mal, dass alle drei Programme – die Managing Global Governance Academy, das Postgraduate Programme for Sustainability Cooperation sowie ausgewählte Alumni des Shaping Futures-Netzwerks- an einer gemeinsamen Aktivität beteiligt waren. Das gemeinsam von IDOS und planpolitik entwickelte Planspiel „Beyond Failures“ bot ein praxisorientiertes Lernerlebnis, das die Komplexität globaler Verständigungsprozesse verdeutlicht. Die Teilnehmenden erweiterten dabei nicht nur ihr Verständnis für Dynamiken von Aushandlungen, sondern stärkten auch ihre Kompetenzen in Kooperation, Diversität und zukunftsorientiertem Denken. Die Vernetzung über die einzelnen Trainingsprogramme hinweg förderte zudem den Aufbau von Kontakten, die zukünftige Kooperationsvorhaben unterstützen können.

Im Rahmen des Simulationsformats übernahmen die Teilnehmenden fiktive Rollen und bildeten eine globale Bürgerversammlung, die beauftragt war, Wege in nachhaltige Zukünfte zu entwerfen. Sie arbeiteten in vier parallelen, aber miteinander verbundenen Themenfeldern:

  • Ökonomische Dimension der Nachhaltigkeit: Überwindung ökonomistischer Wohlstandsmaße, gerechter Zugang zu globalen Gemeingütern
  • Ökologische Dimension der Nachhaltigkeit: Ausgleich zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Interessen beim Schutz der Biodiversität
  • Soziale Dimension der Nachhaltigkeit: Schaffung digitaler öffentlicher Räume? Schutz und Gestaltung von Kommunikationswegen in der öffentlichen Sphäre
  • Nachhaltiges Wissen und Kooperation: Wer hat Zugang zu Wissen, wer wird gehört – und wie prägt dies die Zusammenarbeit?

Am ersten Tag entwickelten die Teilnehmenden gemeinsame die Vision, Mission und Ziele ihrer Gruppe, während sie die Dilemmata innerhalb ihrer jeweiligen Themenfelder ausloteten. Am zweiten Tag vertieften sich die Diskussionen, als die Gruppen gemeinsam Narrative und Innovationsstrategien entwickelten, um ihre Visionen in umsetzbare Wege für nachhaltige Zukünfte zu übersetzen. Das Planspiel stützte sich auf die Prinzipien der Soziokratie und des Ubuntu und förderte dadurch effiziente und inklusive Gruppenentscheidungsprozesse.

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