Rolle der G7 bei der Lösung globaler Schuldenkrisen

Photo: Protestaktion in Bonn

©erlassjahr

Zum Treffen der G7-Finanzminister*innen auf dem Petersberg in Königswinter vom 18. bis 20. Mai haben das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik, erlassjahr.de und Misereor eine Fachdiskussion über die Rolle der G7 bei der Lösung globaler Schuldenkrisen am 19. Mai durchgeführt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand eine Podiumsdiskussion zwischen Vertretern der Weltbank, des Bundesfinanzministeriums, einer Ratingagentur (Scope Ratings), des African Sovereign Debt Justice Network und dem Vorsitzenden der Alliance of Small Island States (AOSIS). Die G7 sollte vor allem eine zügige Umsetzung des von der G20 und dem Pariser Club initiierten Common Frameworks for Debt Treatment einsetzen. Nach Ansicht der Vertreter*innen des deutschen Finanzministeriums und der Weltbank sollte die G7 die Bildung von Gläubigerausschüssen fördern und die Aussetzung von Schuldendienstzahlungen während der Umschuldung unterstützen. Darüber hinaus forderte insbesondere der Vertreter von AOSIS, dass die G7 nachhaltige Mechanismen zur Schuldenabwicklung unterstützen sollte. Des Weiteren sollte die G7 zur besseren Gläubigerkoordination, laut der Vertreter der Ratingagentur und des Bundesfinanzministeriums, die Einbindung und Anwendung von aggregierten Kollektivklauseln in Anleiheverträgen unterstützen. Die Veranstaltung fand im Rahmen der G7-Engagementprozesse Civil7 (C7) und Think7 (T7) anlässlich der deutschen G7-Präsidentschaft 2022 statt.

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