Rückblick auf 2021

Leitlinien für die deutsche Entwicklungspolitik, globale Megatrends wie der Klimawandel, internationale Wissenskooperation – das DIE hat sich 2021 wieder aktiv in zentrale politische Diskurse eingebracht. Ein kurzes Fazit zum Jahr 2021.

Mit dem Dezember schließt sich ein ereignisreiches Kalenderjahr 2021. Es war nicht nur von der Bundestagswahl geprägt, sondern auch von der weiterhin angespannten COVID-19-Pandemie weltweit. Gelungen ist der wichtigste Schritt im Kampf gegen die Pandemie: die Entwicklung diverser Impfstoffe. Ihre weltweite Bereitstellung und Verimpfung stellt weiterhin eine große Herausforderung dar.

7 Leitlinien für die deutsche Entwicklungspolitik

Aber wie schon in 2020 zeigt uns die COVID-19-Pandemie, wo die Entwicklungspolitik an ihre Grenzen stößt, wenn sie versucht, zum globalen Gemeinwohl beizutragen. Im Vorlauf zur Bundestagswahl hatten Prof. Dr. Anna-Katharina Hornidge und Prof. Dr. Imme Scholz 7 Leitlinien entworfen, die auch im Rahmen der Bundestagswahl 2021 einen Impuls für eine zukünftige Ausgestaltung der Entwicklungspolitik mitgaben: „Es geht darum, als Weltgemeinschaft gemeinsam sprechfähig zu werden im Umgang mit planetaren Herausforderungen, mit Biodiversitätsverlust, dem Klimawandel im Allgemeinen, und den wachsenden sozialen Ungleichheiten, die wir gemeinsam angehen können und müssen“, so formulierte es Anna-Katharina Hornidge im .

Globale Megatrends

Gleichzeitig forderte das Zusammenspiel von ökologischen, klimatologischen, sozioökonomischen und politischen Prozessen des Wandels die Arbeiten des Instituts weiter heraus. Imme Scholz fasst diese Herausforderungen aus der Perspektive globaler Megatrends in einem Video zusammen und benennt, welche uns gegenwärtig und in den kommenden Jahren beschäftigen werden: Klimawandel und Ressourcenknappheit, demografischer Wandel, zunehmende soziale Ungleichheiten mit entsprechenden Auswirkungen auf globalgesellschaftlichen Zusammenhalt, geopolitische Machtverschiebungen, die Digitalisierung und die damit einhergehenden verschiedenen Wissensgesellschaften. Die Mitarbeiter*innen des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) arbeiten gemeinschaftlich in verschiedenen Projekten daran, diese Megatrends empirisch zu erheben, Lösungsansätze zu identifizieren und diese im Austausch mit politischen Entscheidungsträger*innen auf ihre Relevanz für nationale und internationale Politikgestaltung zu befragen.

„super year“ 2021

2021 lässt sich somit in der Tat als das „super year“ klassifizieren, als welches es Anna-Katharina Hornidge zu Beginn des Jahres genannt hatte. Deutschland und die Welt haben mit gesellschaftlichen Spannungen zu kämpfen, die sich durch die COVID-19-Pandemie noch einmal zugespitzt haben. Es wurde über COVID-19 „recovery“ debattiert, damit die finanziellen Pakete zur Bekämpfung der Pandemie auch im Einklang mit ökologischen und gesellschaftlichen Zielen stehen. Gleichzeitig hat sich die deutsche Gesellschaft selbst mit diesen Themen auseinandergesetzt – in den Debatten, welche die Bundestagswahl und die Bildung einer neuen Regierung, den Koalitionsvertrag und eine veränderte Ressortlandschaft begleitet haben.

Internationale Wissenschaftskooperation

Um den genannten, vielfältigen Herausforderungen zu begegnen, ist internationale Wissenschaftskooperation als Instrument der internationalen Zusammenarbeit und als „third player“ unabdingbar. Das DIE freut sich daher sehr über die Möglichkeit, gemeinsam mit der Global Solutions Initiative (GSI) die Think 7 im Rahmen der deutschen G7-Präsidentschaft 2022 zu leiten und durch eine diverse Themensetzung zu prägen. Die 7 Leitlinien der Entwicklungspolitik werden auch in diesem Rahmen unser Denken und Handeln leiten.

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