Hier geht’s um Wasser!

Das Bonn Water Network, welches das DIE im Jahr 2020 mitbegründet hat, führte im Oktober vier erfolgreiche Veranstaltungen durch, die ein breites internationales Publikum anzogen.

Logo: Bonn Water Network

©DIE

Auf Einladung der Stadt Bonn, Gastgeberin der ICLEI-Konferenz „Daring Cities“ (Local Governments for Sustainability), organisierte Dr. Annabelle Houdret vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) die Veranstaltung „It’s about water! Local water action for climate change adaptation in urban areas”. Eingeladene Expert*innen diskutierten über die Erfolgsfaktoren lokaler Maßnahmen im Wassersektor zur Erhöhung der Klimaresilienz, darunter Beispiele aus dem Mangrovenschutz in Ecuador (Diego Jara, IUCN), über Entwässerung zur Verbesserung der Hochwasserresilienz in Kolumbien (Abby Ortega, ZEF) sowie über weltweite Erfahrungen mit ökosystembasierter Risikominderung (Simone Sandholz, UNU-EHS) und über erfolgreiche Ansätze, um negative Auswirkungen des Klimawandels auf das Trinkwasser zu vermeiden (Thomas Kistemann, IHPH). Die stellvertretende ICLEI-Generalsekretärin Kobie Brand hob in ihren abschließenden Bemerkungen den hervorragenden Austausch zwischen Forschung und Praxis während der Sitzung hervor.

Screenshot: “Daring Cities” conference

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Das Bonn Water Network war auch aktiv in den Kongress des Sekretariats für Wasserversorgung der Vereinten Nationen (UN-Habitat/GWOPA) involviert. Erstens organisierte Dr. Saravanan Subramanian (DIE) zusammen mit dem BWN-Mitglied GWOPA (Global Water Operators Partnership Alliance) einen hochrangigen Austausch über die Herausforderungen, denen sich Wasserversorgungsunternehmen im südlichen Afrika im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie gegenübersehen. Zweitens zeigte Saravanan Subramanian in einer gemeinsamen BWN-Präsentation zusammen mit Katja Hoereth (GIUB, Universität Bonn) und Nathalie Saenger (UNU) auf, wie der Hochwasserschutz in Bonn durch konkrete Maßnahmen in den betroffenen Gebieten gestärkt wurde. Schließlich ermöglichte eine Doppelsitzung zum Thema „Innovative Ansätze zur Wiederverwendung von Abwässern“ einen eingehenden Austausch darüber, wie effizientes Abwasserrecycling zur Anpassung an den Klimawandel beitragen kann. Solomie Gebrezgabher (IWMI, Ghana) zeigte auf, wie verschiedene Geschäftsmodelle zum Wasserrecycling beitragen können, Natalie Páez Curtidor (TU München) analysierte, wie dadurch der Druck auf den Nexus Wasser-Energie-Nahrung in Indien gemindert werden kann, N C Narayanan (Indian Institute of Technology) stellte lokal angepasste Lösungen für die Abwasseraufbereitung vor, und Birgit Kemmerling (BICC) erläuterte, wie eine kontextsensitive Umsetzung der Wiedernutzung zu einer verbesserten Kreislaufwirtschaft in Marokko beitragen kann. Die zweite Teilsitzung befasste sich mit öffentlich-privaten Partnerschaften in diesem Kontext und stellte innovative Ansätze aus Ghana (Ossei Assibey Bonsu, Kumasi Metropolitan Assembly) und Indien (Manas Rath und Sibasish Dasgupta, Udaipur Municipal Corporation) vor.

Erfahren Sie in unserem Web-Special mehr über die Forschung zum Thema Wasser am DIE.

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