Gerechte und nachhaltige Zukünfte für die planetare Integrität gestalten

Bei der diesjährigen Earth System Governance-Konferenz diskutierten Forschende Umweltgovernance angesichts geopolitischer Disruption und institutioneller Reform.

Foto Steffen Bauer
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Vom 8.-10. September fand in Bath, England, die diesjährige Earth System Governance-Konferenz statt. Ausrichter waren die University of Bath und das Earth System Governance Project, die durch IDOS als offizielle Konferenzpartner und ESG Research Center Bonn unterstützt wurden. Über 450 Sozialwissenschaftler*innen aus aller Welt diskutierten in Bath über den Stand der Earth System Governance-Forschung und die Zukunft dieses einzigartigen Wissenschaftsnetzwerks. So gab ein Townhall-Meeting Gelegenheit, sich über den nächsten ESG-Forschungsplan auszutauschen und die Herausforderungen zu reflektieren, die sich aus den gegenwärtigen Widerständen für Umweltpolitik und entsprechende Forschungsaktivitäten im Kontext geopolitischer Dynamiken, dem Druck auf demokratische Institutionen und den Herausforderungen durch neue Technologien ergeben. Diese Herausforderungen waren auch schon in der Keynote von Rachel Kyte, der Klima-Sonderbeauftragten des Vereinigten Königreichs, angeklungen, die sie zur Eröffnung der Konferenz in der historischen Kathedrale von Bath hielt, wobei sie nachdrücklich unterstrich: „Die Wissenschaft braucht bessere Politik.“

Als offizieller Konferenzpartner war IDOS während der gesamten Konferenz mit einer achtköpfigen wissenschaftlichen Delegation und auf zahlreichen Konferenzpanels präsent. Ein Höhepunkt war dabei eine von IDOS ausgerichtete Roundtable-Diskussion zum „Triple COP-Jahr 2026“ und dem Zustand multilateraler Umweltgovernance zwischen geopolitischer Disruption und institutioneller Reform. Die von IDOS-Senior Researcher Dr. Steffen Bauer moderierte Veranstaltung stellte zugleich den Beitrag der Umweltgovernance-Abteilung zum neuen IDOS-Flagship Report „Disruption and Reform“ vor, der der Diskussion ihren Rahmen gab: „Environmental Multilateralism in 2026: More Robust Than Disruption Narratives Suggest.“ Vor diesem Hintergrund diskutierten namhafte Wissenschaftler*innen des ESG-Netzwerks die Lehren, die sich über die einzelnen Rio-Konventionsprozesse hinweg für die Zukunft multilateraler Umweltgovernance insgesamt ziehen ließen. Dabei wurde deutlich, dass sowohl Verhandler*innen als auch Forschende die Frage nationaler Souveränität und ihre Relevanz für multilaterale Umweltpolitik neu reflektieren müssen, etwa hinsichtlich der Sorge afrikanischer Staaten um ihr ‚Recht auf Entwicklung‘ in einem geopolitisch aufgeladenen Kontext.

Weitere Berichte über die Konferenz finden Sie im hier im ESG-Newsletter.

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