Umwelt- und Klimapolitik muss als Sicherheitspolitik verstanden werden. Internationale Kooperation ist eine Notwendigkeit zur Sicherung unserer gemeinsamen Zukunft.

Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU), gemeinsam geleitet von IDOS-Direktorin Prof. Dr. Anna-Katharina Hornidge und Prof. Dr. Jörg Drewes (TU München), hat den Lagebericht „Sicherheit – nachhaltig und integriert“ veröffentlicht. Darin wird eine integrierte Operationalisierung eines umfassenden Sicherheitsbegriffs gefordert, der den multidimensionalen Risikolandschaften Rechnung trägt, mit denen Gesellschaften konfrontiert sind. Der Bericht wurde der Parlamentarischen Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter im Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) übergeben.

Der Beirat identifiziert fünf zentrale Handlungsfelder für eine integrierte Sicherheitspolitik, die über militärische Verteidigungsfähigkeit und zivilen Bevölkerungsschutz hinausgeht: den Schutz vor Klimawandel, Biodiversitätsverlust und Umweltverschmutzung zur Sicherung unserer Lebensgrundlagen, sozialen Zusammenhalt zur Stärkung robuster und resilienter Gesellschaften, Informationsintegrität als Grundlage einer widerstandsfähigen Demokratie, einen abgewogenen Umgang mit Technologien und Rohstoffen zur Verringerung von Abhängigkeiten sowie strategische, regelbasierte und faire Kooperationen zur Stärkung internationaler Zusammenarbeit.
Im Rahmen einer Schreibklausur im April bereitete der WBGU den ersten Teil seines kommenden Leitberichts zu nachhaltiger und integrierter Sicherheit zur Veröffentlichung vor, der in den nächsten Monaten erscheinen soll.

Schreibe einen Kommentar