Girls’ Day am IDOS: Ein Tag als Wissenschaftlerin

Schülerinnen tauchten in den Arbeitsalltag des IDOS ein. In einer interaktiven Simulation traten sie in die Rolle von Wissenschaftlerinnen und lernten weitere Berufsfelder kennen.

Gruppenfoto vom Girls' Day am IDOS
©IDOS

Am diesjährigen Girls’ Day durften wir acht Teilnehmerinnen bei uns am IDOS begrüßen und gemeinsam einen abwechslungsreichen und inspirierenden Tag verbringen. Ziel war es, den Mädchen einen realistischen Einblick in den Arbeitsalltag unseres Forschungsinstituts zu ermöglichen – und sie selbst aktiv werden zu lassen. Im Mittelpunkt stand eine interaktive Simulation, in der die Teilnehmerinnen in die Rolle von Wissenschaftlerinnen schlüpften. Zum Einstieg lernten sie das Haus sowie ihre neuen Kolleginnen spielerisch unter der Leitung von Carolin Scheibel kennen.

Anschließend erhielten sie in Speed-Interviews – angelehnt an ein Speed-Dating-Format – Einblicke in verschiedene Berufsfelder. In kurzen, fünfminütigen Gesprächen berichteten Katharina Schaarschmidt und Senem Berfin Kaya aus der Kommunikation, Birgit Sandow aus der Verwaltung, Carolin Scheibel aus der Projektkoordination, Sarah Löpelt und Lena-Marie Putz aus der Wissenschaft sowie Jan Hendrik Feldes und Andra Steinbach als Auszubildende von ihren Tätigkeiten. Die Schülerinnen konnten ihre Eindrücke direkt in einem Organigramm festhalten und so die Struktur des Instituts besser nachvollziehen.

Unter der Leitung von Lena-Marie Putz und Sarah Löpelt arbeiteten die Teilnehmerinnen in Teams an einem eigenen Forschungsprojekt zu den Auswirkungen von Gasabfackelung aus der Erdölförderung im Amazonasgebiet von Ecuador. Sie recherchierten eigenständig in zwei Gruppen und betrachteten menschliche und wirtschaftliche Dimensionen. Darauf aufbauend entwickelten sie anschließend eigene Interviewleitfäden.

Logo: Girls' Day
©kompetenzz.de

Da zu einem Forschungsprojekt weit mehr gehört als reine inhaltliche Arbeit, lernten die Schülerinnen ebenfalls organisatorische und administrative Abläufe kennen. Mittels Spielkarten, die von Katharina Schaarschmidt gestaltet wurden, wurden die neuen Forscherinnen aufgefordert, sich bei Jana Pawlak in der Reisestelle zu melden und ihre Dienstreise nach Ecuador zu planen. Auf diesem Weg erhielten sie ebenfalls Einblicke in das Personalwesen durch Isabelle Boley, unterschrieben symbolisch eigene Arbeitsverträge, nahmen an einem Sicherheitstraining bei Mareike Walbröl teil und durchliefen Prozesse einer Ethikprüfung bei Paula von Haaren. So wurde deutlich, wie vielfältig und vernetzt wissenschaftliches Arbeiten in der Praxis ist.

Ein besonderes Highlight war die Durchführung der Interviews. Hierzu nahmen die IDOS-Wissenschaftler Dr. Jean Carlo Rodríguez de Francisco und Dr. Andreas Stamm die Rollen eines ecuadorianischen Bauern und eines Vertreters des ecuadorianischen Ministeriums für Umwelt und Energie ein und lieferten täuschend echte Performances. Die Teilnehmerinnen konnten dabei ihre Empathie- und Kommunikationsfähigkeiten unter Beweis stellen und praktische Erfahrung sammeln. Anschließend wurden die Ergebnisse an einer Pinnwand anhand von Fotomaterialien zusammengetragen und präsentiert.

In der abschließenden Feedbackrunde wurde deutlich, wie gut das Programm ankam: Die Schülerinnen schätzten insbesondere das selbstständige Arbeiten und die Vielfalt der Aktivitäten sowie die Interviews, die sie bis dahin für echt hielten.

Stellwand mit Ideen der Schülerinnen am Girls' Day des IDOS
©IDOS

Der Girls’ Day am IDOS hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, junge Menschen frühzeitig für wissenschaftliche und gesellschaftlich relevante Themen zu begeistern. Wir freuen uns sehr über das große Interesse, die Neugier und das Engagement der Teilnehmerinnen – und hoffen, dass der Tag sie dazu inspiriert hat, ihren eigenen Weg in Richtung Forschung, Politik und internationale Zusammenarbeit weiterzuverfolgen.

Ein besonderer Dank gilt dem großartigen Girls‘ Day Team 2026 bestehend aus Sarah Löpelt, Lena-Marie Putz, Carolin Scheibel, Birgit Sandow, Senem Berfin Kaya, Katharina Schaarschmidt und Lisa Stefanutti für die sorgfältige Planung und Durchführung sowie den Mitwirkenden Dr. Andreas Stamm, Dr. Jean Carlo Rodríguez de Francisco, Mareike Walbröl, Isabelle Boley, Jana Pawlak, Paula von Haaren, Andra Steinbach und Jan Hendrik Feldes für ihr Engagement an dem Tag.

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