Dr. Semuhi Sinanoğlu vertrat IDOS auf der UNDP Global Conference on New Ways of Governance. Die Teilnehmenden erörterten, wie sich bestehende Governance-Systeme weiterentwickeln müssen, um dem Gemeinwohl angesichts neuer Technologien und der zunehmenden Politisierung von Daten und Evidenz zu dienen.

Organisiert vom 28. bis 29. Oktober vom Global Policy Centre for Governance, brachte die Konferenz eine vielfältige Gruppe von Akteur*innen zusammen. Sie diskutierten, welche Formen von Governance-Unterstützung erforderlich sind und welche Arten von Zusammenarbeit und Outreach zwischen verschiedenen Akteursgruppen für eine skalierbare Umsetzung notwendig sind. Die Erkenntnisse aus der Konferenz werden in die Umsetzung des Entwurfs des UNDP-Strategischen Plans 2026–2029 einfließen, insbesondere in dessen Schwerpunktbereich „Effective Governance“.
Semuhi Sinanoğlu teilte seine Überlegungen zur Rolle des Privatsektors bei der Gestaltung und Umsetzung neuer demokratischer Innovationen auf Grundlage der Erkenntnisse aus unserer neuen Forschungsinitiative zur „Corporate Civic Responsibility“ im Schutz demokratischer Strukturen.
Aus der Konferenz lassen sich zwei zentrale Erkenntnisse ableiten:
- Die Zeit der Pilotprojekte ist vorbei. Angesichts der Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit und eines sich abzeichnenden neuen Governance-Zeitalters ist es an der Zeit, Bilanz zu ziehen, erfolgreiche Ansätze zu institutionalisieren und sie in soziale Netzwerke einzubetten. Ein vielversprechender und wirksamer Ansatz besteht darin, öffentliche Gemeingüter als gemeinsame Verantwortung für demokratische Innovationen zu schaffen.
- Die Entwicklungszusammenarbeit sollte sich nicht nur auf die etablierten Akteur*innen im Feld beschränken. Stattdessen sollte der Sektor seine Allianzen erweitern und gezielt nicht-traditionelle Akteur*innen einbeziehen.

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