Klimawandel und Entwicklung der Küstengebiete: neue Ausstellung in Malindi

Im Rahmen seiner Doktorarbeit in Kenia untersuchte IDOS-Wissenschaftler Dennis Schüpf die Auswirkungen des Klimawandels in Kilifi County. Mit der NGO One Million Trees for Kilifi und weiteren Stakeholdern initiierte er eine Ausstellung, um die Erkenntnisse einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Foto einer Einladung zur Klimawandel-AusstellungDie im Rahmen des BMZ-finanzierten Klimalog-Projekts durchgeführte Feldforschung konzentrierte sich auf die lokalen Auswirkungen des Klimawandels in Kilifi County. Sie untersuchte, wie diese mit anderen menschlichen Aktivitäten wie Sandabbau, industrieller Fischerei und Tourismusentwicklung verknüpft sind.

Am 11. März 2025 wurde die Ausstellung im National Museum of Kenya in Malindi eröffnet. Sie zeigt fünf große Poster, die eindrucksvolle Fotos und Forschungsergebnisse in Suaheli und Englisch kombinieren. Ziel der Ausstellung ist es, komplexen Probleme des Klimawandels verständlich zu machen und das Bewusstsein für die ökologischen Herausforderungen und ihre Ursachen zu schärfen.

Ein Schwerpunkt der Ausstellung ist die Diskussion über die Nutzung von Mangroven zur Holzgewinnung und die Umweltfolgen des Verbrennens von Bäumen zur Holzkohleherstellung. Diese drängenden Fragen wurden in einem Workshop im Anschluss an die Ausstellungseröffnung weiter erörtert, bei dem die Gemeindemitglieder in einen Dialog über nachhaltige Praktiken und die Bedeutung der lokalen Ökosysteme eintraten.

Die Ausstellung thematisiert nicht nur lokale Umweltprobleme, sondern stellt auch eine Verbindung zwischen der lokalen Situation und der globalen Klimagerechtigkeit her. Sie verweist auf die historische Verantwortung der Industrienationen, insbesondere Deutschlands, für den Klimawandel und fordert Verantwortung für globale Klimagerechtigkeit. Durch die Verbindung von lokalem Wissen mit globalen Perspektiven ist diese Ausstellung nicht nur eine Würdigung kommunaler Bemühungen, sondern auch ein Schritt zur Förderung eines tieferen Verständnisses und der Zusammenarbeit bei der Bewältigung der Herausforderungen des Klimawandels.

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