Workshop State of the science of “political futures”

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Eine stärkere Integration quantifizierter politik- und sozialwissenschaftlicher Faktoren (z.B. politische Institutionen und gewaltsame Konflikte) in die Szenarienforschung ist notwendig. Die heutige Szenarienforschung, macht beispielsweise einen zentralen Bestandteil von Analysen des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) aus. Sie untersucht mögliche klimatische und gesellschaftliche Zukünfte, die ein breites Spektrum an Herausforderungen für starke Klimaschutzmaßnahmen und Nachhaltigkeit abdecken. Politik- und sozialwissenschaftliche Erkenntnisse müssen verstärkt in diese Szenarien einfließen, um plausiblere und an realen Entwicklungen orientierte Pfade in die Zukunft aufzuzeigen.

Beim Scenarios Forum 2022 haben mehrere Forschungsgruppen die Dringlichkeit erkannt, einen systematischen Austausch zwischen führende Wissenschaftler*innen zu beginnen, die soziopolitische Zukünfte modellieren. Mit diesem Ziel haben das German Institute of Development and Sustainability (IDOS), Peace Research Institute Oslo (PRIO), V-Dem Institute und Stockholm Environment Institute (SEI) am 24. und 25. Oktober einen Workshop in Bonn organisiert. Gemeinsam haben sie ein Mapping bestehender Ansätze, Methoden und Konzepte durchgeführt, um anschließend Wege zur besseren Integration (sozio)politischer Faktoren in die aktuelle Szenarienforschung zu identifizieren. Ein Beitrag der IDOS-Kolleg*innen war dabei die Präsentation von Modellierungen politischer Institutionen und gewaltsamer Konflikte entlang verschiedener (nachhaltiger) Entwicklungspfade bis 2050, die für eine gemeinsame Veröffentlichung in der Zeitschrift Nature Climate Change mit Kolleg*innen des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) entwickelt worden war.

Der Workshop hat einen wichtigen Beitrag geleistet, um diese community in der Szenarienforschung zu stärken. Zudem hat die Gruppe erste Schritte in Richtung eines „strukturierten Modellvergleichs“ unternommen, der zur systematischen Integration politik- und sozialwissenschaftlicher Faktoren in die Szenarienforschung beitragen wird. Die Organisatoren planen in 2023 einen zweiten Workshop, der qualitative und quantitative Ansätze zur Integration soziopolitischer Faktoren in Szenarien kombiniert und mehr Kollegen*innen, insbesondere außerhalb der OECD ansprechen wird. Bleiben Sie dran!

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