Wissenschaftsfreiheit als Eckpfeiler nachhaltiger Entwicklung

Prof. Dr. Anna-Katharina Hornidge war Gastrednerin bei zwei Veranstaltungen zum Thema Wissenschaftsfreiheit.

Photo: Prof. Anna-Katharina Hornidge bei der Accelerator-Veranstaltung, im ganzen, wie auch auf einem Kamerabildschirm sichtbar.
©IDOS

Die Veranstaltungen wurden gemeinsam von der Deutschen UNESCO-Kommission, der Universität Hamburg, der VolkswagenStiftung, der Michael-Otto-Stiftung für Nachhaltigkeit und der Alexander-von-Humboldt-Stiftung ausgerichtet. In der Podiumsdiskussion „Sustaining Academic Freedom, Sustaining the Future?“, moderiert von Dawn Freshwater, Geschäftsführerin des Worldwide Universities Network (WUN), diskutierte sie gemeinsam mit Tshilidzi Marwala, Rektor und Untergeneralsekretär der United Nations University, sowie Michael Werz, Senior Fellow beim Council on Foreign Relations, über den Druck, dem die akademische Freiheit und Wissenschaftskooperation weltweit ausgesetzt sind, sowie über deren zentrale Rolle für nachhaltige Veränderungen. Prof. Hornidge äußerte sich zu den Auswirkungen von Geopolitisierung und Selbstzensur in Wissenschafts-Politik-Schnittstellen und nahm dabei den jüngsten G7-Gipfel als Beispiel. Dies betreffe, wie sie argumentiert, zum einen, welche Themen diskutiert und welche Terminologien verwendet werden – veranschaulicht durch Diskussionen über „versicherungsrelevante Effekte extremer Wetterereignisse“ anstelle von „Klimawandel“. Zum anderen betreffe es, auf welche normativen Rahmenwerke, wie etwa die Agenda 2030 oder die Menschenrechtscharta, im Abschlusskommuniqué als leitende Grundlagendokumente Bezug genommen wird oder auch nicht.

Im Rahmen einer begleitenden Accelerator-Veranstaltung mit dem Titel „Academic Freedom Under Pressure: Sustainability at Risk“ kamen Expert*innen aus verschiedenen Sektoren und Ländern zusammen, um im Dialog gemeinsame Erkenntnisse zu diesen Themen zu gewinnen. Ziel war es, neue Netzwerke zum Schutz der unabhängigen Wissenschaft als Eckpfeiler einer nachhaltigen Entwicklung von Gesellschaften weltweit zu bilden.

Darüber hinaus hielt Prof. Dr. Anna-Katharina Hornidge die Keynote in einer Accelerator-Session der Observer Research Foundation (ORF) Indien zu den Herausforderungen der Energiewende in Deutschland. Dabei griff sie auf das kürzlich veröffentlichte Hauptgutachten „Umwelt prägt Sicherheit“ des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) zurück.

Zukunft der Entwicklungszusammenarbeit

Prof. Hornidge nahm außerdem an einer Sitzung der „Future of Development Cooperation Coalition“ teil, für die sie als wissenschaftliche Beraterin tätig ist. Die Sitzung hatte den Zweck, Feedback zu den ersten, von der Koalition formulierten Prinzipien zu Entwicklungszusammenarbeit einzuholen.

Netzwerkgespräche und Hoffnungsinseln

Die HSC bot eine wertvolle Gelegenheit, Netzwerke zu stärken und aufzubauen, um die SDGs voranzubringen und die Grundlagen für einen Rahmen für die Zeit nach 2030 zu legen. In Gesprächen unter anderem mit der norwegischen Staatssekretärin im Ministerium für internationale Entwicklung, Stine Renate Haheim, der Generaldirektorin der Weltnaturschutzorganisation (IUCN), Dr. Grethel Aguilar, sowie der Geschäftsführerin des CGIAR, Dr. Ismahane Elouafi, reflektierten Prof. Hornidge und IDOS-Kolleg*innen über aktuelle Bedrohungen für die nachhaltige Entwicklung, aber auch über Hoffnungsinseln, Möglichkeiten zur Beschleunigung und die vielen Akteure, die sich weiterhin für die SDGs engagieren, die im Mittelpunkt der diesjährigen HSC standen.

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