SDSN Germany bringt mehr als 20 Länder zu Spillover-Effekten ins Gespräch

Wie können Länder die Agenda 2030 über Grenzen, Sektoren und Wertschöpfungsketten hinweg „spillover-bewusst“ gestalten?

Photo: Mehrere Tische, an denen die Teilnehmenden des Peer-Learning Workshops zusammensitzen.
Der Peer-Learning-Workshop brachte Vertreter*innen aus Regierungen und Statistikbüros aus über 20 Ländern zusammen. Moderiert wurde dieser von Dr. Axel Berger, Geschäftsführender Direktor von SDSN Germany.
©IDOS

Diese Frage stand im Mittelpunkt des Side-Events von SDSN Germany mit dem Titel „Aligning National Action with Global Sustainable Development: A Peer Learning Workshop on ‘Spillover Effects’”, das am 17. Dezember 2025 am Hauptsitz der FAO in Rom parallel zum ersten globalen Workshop für die Voluntary National Reviews (VNRs) 2026 stattfand.

Spillover-Effekte, definiert als grenzüberschreitende Auswirkungen nationaler Politik, Produktions- und Konsummuster, sind nach wie vor schwer zu messen und werden allzu oft in der SDG-Berichterstattung nicht berücksichtigt. In diesem Peer-Learning-Austausch diskutierten Teilnehmende aus mehr als 20 Ländern, wie Spillover-Effekte besser in Strategien, Governance-Strukturen und VNR-Prozesse integriert werden können.

Auf die Länderperspektiven aus Brasilien, Ruanda, Senegal und der Schweiz folgte eine Tischdiskussion über Herausforderungen, Datenmessung und Bedarfe für Partnerschaften.

Wichtige Erkenntnisse:

  1. Spillover-Effekte sind kein „Zusatz“: Sie sind von zentraler Bedeutung für die Politikkohärenz, die Verknüpfungen zwischen den SDGs und eine glaubwürdige VNR-Berichterstattung.
  2. Die Engpässe sind praktischer Natur: Datenverfügbarkeit, institutionelle Zuständigkeiten und die Umsetzung von Indikatoren in umsetzbare Politik und Governance.
  3. Es zeichnen sich vielversprechende Ansätze ab: Die Länder kombinieren quantitative Indikatoren mit qualitativen Bewertungen und legen Wert auf eine offene Reflexion über grenzüberschreitende Auswirkungen.

SDSN Germany dankt allen Teilnehmenden für den offenen und konstruktiven Austausch sowie den Kolleg*innen von UN DESA und FAO für ihr Engagement.

 

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