Politik und nachhaltige Zukünfte: Neues Projekt „PoliClim“ startet

Kooperationsprojekt schließt eine Forschungslücke und integriert politische Faktoren in Klimaszenarien. 

Wie realistisch sind globale Klimaszenarien, wenn sie politische Faktoren wie institutionelle Kapazität und Instabilität nur bedingt berücksichtigen? Der aktuelle IPCC-Bericht betont, dass die politische Machbarkeit eine der größten Unsicherheiten der aktuellen Szenarienforschung darstellt. Ab dem 1. Januar 2026 widmet sich das neue Kooperationsprojekt „PoliClim“ dieser wichtigen Forschungslücke. 

Um robuste Strategien gegen den Klimawandel zu entwickeln, sind langfristige Szenarien unerlässlich. Bisherige quantitative Modelle (Integrated Assessment Models, (IAMs)) konzentrieren sich dabei stark auf technologisch-ökonomische Faktoren. Die politische Dimension spielt in der quantitativen Modellierung bisher nur eine untergeordnete Rolle. Dabei ist die Berücksichtigung politischer Faktoren wesentlich, um die Umsetzbarkeit notwendiger Transformationsmaßnahmen realistisch zu bewerten.  

Das DFG-geförderte Kooperationsprojekt Political Futures in Climate Scenarios (PoliClim) zwischen dem German Institute of Development and Sustainability (IDOS) und dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) setzt hier an. Das interdisziplinäre Forschunsgteam wird in den nächsten drei Jahren an der Verknüpfung politischer Projektionen mit dem REMIND-Modell des PIK arbeiten.   

Geleitet wird das Projekt von Julia Leininger (IDOS) und Elmar Kriegler (PIK). Teil des IDOS-Projektteams ist Christopher Wingens, der im Vorfeld bereits gemeinsam mit Julia Leininger an der Modellierung zukünftiger politischer Entwicklungen gearbeitet hat, die in die weitere Klima- und Nachhaltigkeitsszenarienforschung einfließen.

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