NRW-Wissenschaftsdialog II rückt das Verständnis von Aufgaben und die Bewertbarkeit von Veränderungen in den Fokus.

Am 8. Dezember 2025 fand die zweite Ausgabe des NRW-Wissenschaftsdialogs in der Akademie für Internationale Angelegenheiten (AIA) in Bonn statt. Unter dem Titel „NRW-Wissenschaftsdialog II – Leadership-Programme stärken: Ziele verstehen und Wirkung besser erfassen“ brachte das Treffen Leadership-Programme aus NRW zusammen. Die Veranstaltung wurde vom Managing Global Governance (MGG)-Programm des German Institute of Development and Sustainability (IDOS) organisiert. Die Direktorin der AIA, Dr. Mayssoun Zein Al Din, eröffnete das Treffen.

Der NRW-Wissenschaftsdialog ist ein Kooperationsformat, das vom MGG-Programm ins Leben gerufen wurde. Es soll den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Leadership- und Weiterbildungsprogrammen in Nordrhein-Westfalen stärken, die sich für nachhaltige Entwicklung und internationale Kooperation einsetzen. Nach dem ersten Dialogtag zu „Strategien für Vielfalt und Inklusion“ im Jahr 2024 wurde die gemeinsame Arbeit nun mit zwei Schwerpunkten fortgesetzt:
(1) ein besseres Verständnis der Ziele, Aufgaben und Arbeitsweisen von Leadership-Programmen und
(2) eine vertiefte Diskussion darüber, wie ihre Wirkung sichtbar und bewertbar wird.
Am Dialog nahmen Direktor*innen und Koordinator*innen aus verschiedenen Programmen in NRW teil, die junge Fach- und Führungskräfte auf globale Herausforderungen vorbereiten. Vertreten waren unter anderem: die Akademie für Internationale Angelegenheiten (AIA), die Karlspreis-Akademie, Programme der Universität zu Köln und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), die Deutsche Welle Akademie, Trainingsprogramme der Vereinten Nationen (UN) sowie IDOS-Programme wie die Managing Global Governance (MGG) Academy, Shaping Futures: African-European Network on Development and Sustainability Academy (SF) und das Postgraduate Programme for Sustainability Cooperation (PGP).
Diese Vielfalt zeigt, wie breit das Netzwerk von Leadership- und Weiterbildungsangeboten in NRW mittlerweile ist – ein Netzwerk, das auf zunehmende geopolitische, ökologische und gesellschaftliche Veränderungen reagiert. Der Wissenschaftsdialog bietet diesen Institutionen eine feste Plattform, um gemeinsam nachzudenken, voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu unterstützen.
Inhaltlich konzentrierte sich der Austausch 2025 zunächst auf die Fragen: Welche Ziele verfolgen die einzelnen Programme? Wie sehen ihre Konzepte aus – und warum? Welche Rolle spielen Kooperationen? Ein weiterer Schwerpunkt widmete sich dem Thema Wirkung: Wie können Programme zeigen, welchen Beitrag sie zu individueller, organisatorischer oder sogar systemischer Veränderung leisten? In diesem Zusammenhang wurden zentrale Ergebnisse eines neuen IDOS-Diskussionspapiers vorgestellt, das anhand des MGG-Netzwerks zeigt, unter welchen Bedingungen Kooperation wirkungsvoll wird und wie Veränderungsprozesse entstehen können.
Die Teilnehmenden sammelten zahlreiche Ideen, wie sie künftig stärker voneinander lernen, ihre Zusammenarbeit in NRW vertiefen und gemeinsame Ansätze zur Wirkungsanalyse weiterentwickeln können – besonders in Zeiten politischer Unsicherheit und globaler Krisen.
Der Workshop wurde von Dr. Johanna Vogel und Dr. Wulf Reiners (IDOS, MGG-Programm) gestaltet und moderiert und von der Akademie für Internationale Angelegenheiten (AIA) ausgerichtet.

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