Vom 14.–15. November fand in Johannesburg der Think20-Gipfel statt, bei dem das Kommuniqué zum G20-Gipfel präsentiert wurde, der eine Woche später stattfand. Es bekräftigt die zentrale Bedeutung der Agenda 2030 und nachhaltiger Entwicklung – ein Erfolg der vier „Südlichen Präsidentschaften“ Indonesiens, Indiens, Brasiliens und nun Südafrikas in den vergangenen vier Jahren.

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Das Kommuniqué enthält auch Empfehlungen zu den zentralen Prioritäten der südafrikanischen Präsidentschaft: Handel und Investitionen, digitale Transformation, Finanzierung nachhaltiger Entwicklung, Solidarität zur Erreichung der SDGs sowie Beschleunigung von Klimaschutz und der gerechten Energiewende.
IDOS hat in diesem Jahr auf drei zentralen Weisen zum T20-Prozess beigetragen: Prof. Dr. Anna-Katharina Hornidge war Mitglied des T20 Advisory Board, und Dr. Axel Berger fungierte als Co-Chair der Task Force zu Handel und Investitionen. Darüber hinaus arbeiteten IDOS-Forschende mit Wissenschaftler*innen weltweit zusammen und verfassten Policy Briefs zu strategischen Ansatzpunkten für die G20 in der WTO-Reform, innovativen Reformen der globalen Schuldenarchitektur sowie multilateraler Zusammenarbeit für maßgeschneiderte Energiewenden.
Anna-Katharina Hornidge nahm auch am Gipfel selbst teil und trug zur Paneldiskussion „Beyond Agenda 2030“ bei, moderiert von Nicolas Buchoud. Gemeinsam mit Efraim Gomez, Global Policy Lead des World Wide Fund for Nature, Shameela Soobramoney, CEO der National Business Initiative, Navid Hanif, ASG UNDESA, Stephen Devereux, Direktor am Centre for Social Protection am Institute of Development Studies, und Levi Singh, Sherpa Youth20 South Africa, diskutierte sie zentrale Treiber und Hindernisse in der Entwicklung eines neuen Rahmenwerks „Beyond 2030“.
Anschließend leitete Prof. Dr. Hornidge auch die Beratungen dazu, wie der T20-Prozess weitergeführt werden sollte – mit dem Ziel, bestehende Erfolge zu konsolidieren und für ein voraussichtlich herausforderndes Jahr unter US-Präsidentschaft 2026 zu erhalten. Sie betonte die Bedeutung der Sicherung des entwicklungspolitischen Fokus als politische Notwendigkeit und schlug einen Ansatz „ambitionierter Kompromisse“ vor, der durch enge Verknüpfungen und gegenseitige Verstärkung zwischen G20 und G7 gefunden werden kann – insbesondere mit Frankreich als G7-Vorsitz im kommenden Jahr und dem Vereinigten Königreich als G20-Vorsitz in 2027, wenn der G7-Vorsitz wiederum an die USA übergeht.

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