Inklusive Debatte zum Global Stocktake verbindet Regionen beim IDOS-Side Event

Ein lebendiger, regionsübergreifender Dialog entwickelte sich auf der COP30, wo ein von IDOS organisiertes offizielles UNFCCC-Side Event Partner*innen aus Westafrika, Brasilien und Europa zum Global Stocktake (GST) zusammenbrachte.

Gruppenbild der Teilnehmer
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Gemeinsam wurde diskutiert, wie der Global Stocktake (GST) inklusive, gerechte und regional verankerte Ergebnisse zu Anpassung sowie Schäden und Verlusten ermöglichen kann. Das Event wurde von IDOS in Kooperation mit WASCAL, ISMUN, der Universität Bonn und der Universität Genf organisiert und bot im Blue Zone-Bereich der COP30 in Belém eine wertvolle Plattform für Austausch. Moderiert wurde die Veranstaltung von IDOS-Wissenschaftler Dr. Niklas Wagner.

Der erste Teil der Sitzung widmete sich der Inklusion und Beteiligung im ersten Global Stocktake (GST-1) und unterstrich, warum echte Teilhabe zentral für die Glaubwürdigkeit globaler Überprüfungsmechanismen ist. Vertreterinnen von WASCAL und zivilgesellschaftlichen Organisationen berichteten von ihren Erfahrungen mit GST-1 und hoben sowohl Fortschritte als auch bestehende Hürden hervor, wenn es darum geht, regionales Wissen, die Stimmen der Jugend und lokale Realitäten in globale Bewertungen einzubinden. Junge Expertinnen aus Nepal, Brasilien und Nigeria betonten darüber hinaus die Notwendigkeit zugänglicher und transparenter Beteiligungswege für junge Menschen im GST-Prozess.

Niklas Wagner auf dem Podium
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Im zweiten Teil lag der Fokus auf den Ergebnissen des GST und deren Bedeutung für Anpassung sowie Schäden und Verluste. Hier gab Dr. Niklas Wagner Einblicke, wie Anpassung im GST-Ergebnisdokument politisch gerahmt wurde, welche globalen Narrative dadurch geprägt werden und warum eine stärkere Verbindung zwischen globalen Erkenntnissen und nationaler Planung sowie Finanzierungsbedarfen notwendig ist. Er betonte, dass der nächste GST-Zyklus Gerechtigkeitsfragen und regionale Prioritäten noch systematischer berücksichtigen muss.

Weitere Beiträge der Alliance of Bioversity International, der Universität Genf und von ISMUN zeigten auf, wie GST-1 die bevorstehenden NDC-Updates unterstützen, regionale Kooperation stärken und Maßnahmen zu Schäden und Verlusten voranbringen kann. Die Sprecher*innen hoben durchgehend hervor, wie wichtig es ist, GST-Ergebnisse mit zugänglicher Finanzierung und starken institutionellen Strukturen zu verknüpfen – insbesondere in Regionen, die einer besonders hohen Klimaanfälligkeit ausgesetzt sind.

Menschen an einem TischInsgesamt unterstrich das Event den Mehrwert einer regionsübergreifenden Zusammenarbeit auf der COP30 und zeigte, wie inklusivere, partizipative und gerechtigkeitsorientierte Ansätze im GST zu widerstandsfähigerem und gerechterem Klimaschutz im Globalen Süden beitragen können.

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