Just Transitions fördern durch Wissenschaft, Gerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe

Dr. Aparajita Banerjee (IDOS) trug mit mehreren Beiträgen zu Veranstaltungen der COP30 dazu bei, Klimaschutz mit sozialer Gerechtigkeit und nachhaltiger Entwicklung in Einklang zu bringen. Im Fokus standen dabei wissenschaftliche Erkenntnisse zu neuen NDCs, Herausforderungen in der Regierungsführung sowie die Rolle indigener Völker und lokaler Gemeinschaften bei der Verwirklichung gerechter Energiewenden.  

Group photo: Die Podiumsteilnehmenden posieren auf der COP30, darunter auch die IDOS-Forscherin Dr. Aparajita Banerjee.
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Photo: Die Podiumsteilnehmenden bereit für die Diskussion auf der COP30.
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Im Rahmen der Veranstaltung „Aktueller Stand der neuen NDCs: Wissenschaftliche Erkenntnisse, soziale Gerechtigkeit und Auswirkungen auf die Entwicklung” war Aparajita Banerjee am 12. November 2025 auf der betreffenden Podiumsdiskussion im deutschen COP30-Pavillon in Belém beteiligt. IDOS organisierte diese Veranstaltung gemeinsam mit Climate Analytics und dem NewClimate Institute. Climate Analysis stellte die neuesten wissenschaftlichen Bewertungen der nationalen Klimapläne (NDCs) hinsichtlich der Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 °C vor. Das NewClimate Institute präsentierte die neueste Analyse seines Climate Action Trackers zu den bis Ende September 2025 eingereichten NDCs. Aparajita Banerjee präsentierte die auf dem NDC-SDG Connections Tool basierenden Forschungsergebnisse des IDOS zur Notwendigkeit, die NDCs mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung in Einklang zu bringen. Das Kernargument war dabei, dass die neuen NDCs so umgesetzt werden sollten, dass sie auch zur Erreichung der nationalen SDG-Verpflichtungen beitragen, beispielsweise zur Gleichstellung der Geschlechter (SDG 5) und zur Verringerung der Ungleichheit (SDG 10), um gerechte und faire Ergebnisse bei der Emissionsminderung und in der Klimaanpassung zu erzielen. 

Aparajita Banerjee ist seit der COP 28 Beobachterin der Plattform für lokale Gemeinschaften und indigene Völker (LCIPP) und verfolgt die Umsetzungsaktivitäten der betreffenden Facilitative Working Group. Die LCIPP wurde im Rahmen des Pariser Abkommens gegründet, um das Engagement und den Wissensaustausch zwischen indigenen Völkern, lokalen Gemeinschaften und dem UNFCCC-Prozess zu verbessern.  

Aufbauend auf dieser Forschungs- und Netzwerkerfahrung und um die Rolle der indigenen Völker und lokalen Gemeinschaften für Just Transitions zu betonen, war sie an der Organisation der offiziellen UNFCCC-Nebenveranstaltung „Die zentrale Rolle der indigenen Völker und lokalen Gemeinschaften bei einem gerechten Energiewandel” beteiligt. Diese wurde am 13. November in Zusammenarbeit mit dem Institute of Development Studies, der American Anthropological Association, der Climate Alliance (Italien & Österreich) und dem Instiuto de Ecología y Anthropología de Accíon (INFOE) durchgeführt. Mitglieder indigener und lokaler Gemeinschaften aus Ecuador, Brasilien, Australien und den Vereinigten Staaten berichteten über ihre Erfahrungen. Sie sprachen über den Abbau großer Wasserkraftwerke am Klamath River im Westen der USA, den Einsatz von Solarbooten für die Fischerei und den Transport in Ecuador, die Auswirkungen der Gewinnung fossiler Brennstoffe und der Militarisierung auf die afro-brasilianischen Quilombola-Gemeinschaften im Amazonasgebiet, die Folgen des Lithiumabbaus für Wasser- und Bodenressourcen in der Lithium-Dreiecksregion Lateinamerikas sowie neue Beziehungen zwischen dem Privatsektor und der indigenen Bevölkerung in Australien, um Verbesserungen im Bereich der Energiewende und des Bergbaus zu erzielen. Die Veranstaltung war offizieller Teil der Tage der Gerechtigkeit und Menschenrechte des Büros des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR) am 12. und 13. November. 

Photo: Dr. Aparajita Banerjee bei ihrem Beitrag zur Podiumsdiskussion auf der COP30.
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Photo: Die Podiumsteilnehmenden bereit für die Diskussion auf der COP30, darunter IDOS-Forscherin Dr. Aparajita Banerjee.
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Darüber hinaus war Aparajita Banerjee Mitdiskutantin bei der offiziellen Nebenveranstaltung der UNFCCC zum Thema: „Rechtliche und Governance-bezogene Innovationen für ambitionierte gerechte Übergänge: Erkenntnisse aus der Konzeption und Umsetzung“, die vom Grantham Research Institute on Climate Change and the Environment der London School of Economics, POLEA (Environmental Policy and Legislation) Mexiko, der Interparlamentarischen Union und dem Elcano Royal Institute, Spanien, organisiert wurde. Diese Veranstaltung bot eine wichtige Plattform für die Diskussion zentraler Umsetzungsherausforderungen von ’Just Transitions‘. Aparajita Banerjee stellte ihre Forschungsergebnisse zu den Herausforderungen für die Regierungsführung vor dem Hintergrund der Just Transition-Interpretationen unterschiedlicher Interessengruppen im europäischen Kontext vor. 

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