IDOS auf der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC)

IDOS war Mitveranstalter eines offiziellen Side Events und war bei einer Reihe von formellen Veranstaltungen und informellen Treffen durch Prof. Dr. Anna-Katharina Hornidge und Dr. Axel Berger auf der MSC vertreten.

Participants of this year’s Munich Security Conference at a dining table.
Copyright: MSC

Mit ihrem offiziellen Motto „Frieden durch Dialog“ und der vom Vorsitzenden, Botschafter Christoph Heusgen, ausgerufenen „Stunde Europas“ hat die diesjährige Münchner Sicherheitskonferenz in Zeiten anhaltender Kriege, geopolitischer Krisen und erhöhter Ungewissheit nachdrückliche und anspruchsvolle Forderungen vorgebracht. Drei Jahre nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, während eines unsicheren Waffenstillstands in Gaza, gewaltsamer Konflikte im Kongo und im Sudan und mit einer neuen US-Regierung, die in ihren ersten Wochen im Amt deutlich gemacht hat, dass sie eine auf Regeln basierende internationale Ordnung nicht respektiert, war auf der MSC das Gefühl einer veränderten und in Teilen erschütterten multipolaren Welt deutlich zu spüren. Umso bedeutsamer für das Bestreben, eine kooperative multipolare Welt zu gestalten, waren die verstärkte Einbeziehung von Akteur*innen aus dem Globalen Süden auf der diesjährigen MSC, die von Ministerin Schulze initiierte neue Initiative zur Stärkung des Entwicklungssystems der Vereinten Nationen sowie die Betonung eines erweiterten und integrierten Sicherheitsverständnisses, das sich durch das offizielle Programm und die mehr als 200 offiziellen Side Events zog.

 

Group Photo of Anna-Katharina Hornidge, Neema K. Lugangira, Svenja Schulze at the Munich Security Conference
Von links: Anna-Katharina Hornidge, Neema K. Lugangira, Svenja Schulze
Copyright: Anna-Katharina Hornidge

IDOS, das auf der MSC bei einer Reihe von formellen Veranstaltungen und informellen Treffen durch Prof. Dr. Anna-Katharina Hornidge und Dr. Axel Berger vertreten war, war Co-Veranstalter eines offiziellen Side Events zum Thema „Securing Trade and Development: The Case for an Economic Corridor Between India, the Gulf and Europe“, zusammen mit dem Research and Information System for Developing Countries (RIS), Indien. Der während des G20-Gipfels in Neu-Delhi (September 2023) ins Leben gerufene „India-Middle East-Europe Economic Corridor“ (IMEC) bietet die Möglichkeit einer tieferen wirtschaftlichen Integration und einer verbesserten Konnektivität zwischen drei Schlüsselregionen: Asien, Persischer Golf und Europa. Trotz dieses Potenzials wurden die Fortschritte beim IMEC durch die sich verändernde geopolitische Dynamik in Frage gestellt, insbesondere angesichts der gewalttätigen Konflikte und Sicherheitsbedenken im Nahen Osten. In einer von Axel Berger moderierten Frühstücks-Podiumsdiskussion nach der Chatham-House-Regel gaben hochrangige Teilnehmer*innen kurze Inputs und diskutierten dann interaktiv mit den Teilnehmer*innen über das Potenzial von Korridoren, was diesen Korridor besonders macht und wie der (IMEC) wiederbelebt werden könnte und sollte.

Im Anschluss an die Konferenz fasste Prof. Dr. Hornidge ihre Beobachtungen in einem LinkedIn-Post zusammen.

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