IDOS bei Jahrestagung der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds

Vom 09.-15. Oktober 2023 fand die Jahrestagung der Weltbank (WB) und des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Marrakesch statt. IDOS-Direktorin Prof. Dr. Anna-Katharina Hornidge sowie IDOS-Wissenschaftler, Prof. Dr. Ulrich Volz und Dr. Yabibal Walle, waren mit dabei.

Photo: Gruppenfoto von Prof. Anna-Katharina Hornidge (IDOS) und anderen Teilnehmenden der Jahrestagung in Marrakesch.

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Schwerpunktthema der Jahrestagung waren die von Bundesministerin Schulze und anderen Weltbank-Gouverneur*innen geforderten Reformen, die es der Weltbank ermöglichen sollen, besser und effektiver gegen den Klimawandel vorzugehen und globale nachhaltige Entwicklung zu stärken. Vor dem Hintergrund der zentralen Rolle der WB für die internationale Entwicklungszusammenarbeit (als größter multilateraler Entwicklungsfinanzierer) und aufbauend auf den Arbeiten von IDOS-Forschungsprogrammen, vertraten Prof. Anna-Katharina Hornidge, Direktorin des IDOS, sowie Prof. Ulrich Volz und Dr. Yabibal Walle, beide Senior-Wissenschaftler am IDOS, das Institut bei der Jahrestagung der WB und des IWF in Marrakesch.

Während die Tagung keine Fortschritte bei der Erhöhung des eingezahlten Kapitals der Bank erzielte, was nach Ansicht von IDOS-Wissenschaftler*innen von entscheidender Bedeutung wäre, um die Bank in die Lage zu versetzen, die monumentalen Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen, gab es in einigen Bereichen signifikante Fortschritte. So hat die Weltbank jetzt eine erweiterte Vision „zur Schaffung einer Welt ohne Armut auf einem lebenswerten Planeten“ und eine neue Mission „zur Beendigung der extremen Armut und zur Förderung des Wohlstands auf einem lebenswerten Planeten“. Darüber hinaus hebt die Bank zu Recht Deutschlands Schritt im Bereich Hybridkapital hervor. So wird Deutschlands Beitrag in Höhe von 350 Millionen Euro in den nächsten zehn Jahren zusätzliche IBRD-Kredite in Höhe von 2,4 Milliarden Euro mobilisieren. Es wird erwartet, dass andere Akteur*innen diesem Beispiel folgen werden. Auch die Vereinigten Staaten haben Portfoliogarantien unterstützt, die neue IBRD-Darlehen in Höhe von 25 Mrd. USD freisetzen könnten.

Photo: Ajay Banga (Weltbankpräsident) im Gespräch mit Mo Ibrahim (Geschäftsmann und Gründer und Vorsitzender einer Stiftung mit seinem Namen) bei den Jahrestagungen der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds (IWF) auf der Bühne in Marrakesch.

Mo Ibrahim (links) und Ajay Banga (rechts).
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Der Präsident der Weltbank, Ajay Banga, kündigte an, dass die Bank nach Möglichkeiten suche, das abrufbare Kapital und die Sonderziehungsrechte (SZR) des IWF besser zu nutzen – ein Schritt der kompliziert, aber machbar ist. Die Diskussion und Ergebnisse der Tagung lassen darauf schließen, dass bis zur Frühjahrstagung in Washington DC im Oktober 2024 deutliche Fortschritte bei Hybridkapital, SZR, abrufbarem Kapital und Portfoliogarantien erfolgen werden.

Neben Diskussionen zur Reform der internationalen finanziellen Zusammenarbeit befasste sich Anna-Katharina Hornidge im Oktober mit der Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit im Bereich Gesundheit. So nahm sie am 19. Oktober am World Health Summit in Berlin teil, wo sie bei einem von IDOS-Forschungsprojekt organisierten Side-Event einen Input zu One-Health-Politikgestaltung gab. Dabei betonte sie die Bedeutung von Dringlichkeitsgovernance, um gesundes Leben auf einem gesunden Planeten zu ermöglichen.

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