Drei Veranstaltungen von IDOS und dem Bonn Water Network bei internationalem Wasserkongress in Bonn

Rund 100 Personen nahmen an der Sonderveranstaltung „Adapting governance and infrastructure for water resilience“ teil, die IDOS am 23. Mai in Zusammenarbeit mit der Stadt Bonn, dem Bonn Water Network und der Global Water Operators‘ Partnership Alliance (UN-Habitat/ GWOPA) anlässlich des 5. GWOPA-Kongresses in Bonn organisierte.

Photo: Panel Front

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In ihrer Begrüßung hob Dr. Ines Dombrowsky, Leiterin des IDOS-Programms Environmental Governance and Transformation to Sustainability, die Rolle der Stadt Bonn als internationale Nachhaltigkeitsdrehscheibe und die hervorragende Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Institutionen aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft hervor. Der stellvertretende Exekutivdirektor von UN Habitat, Dr. Michal Mlynár, eröffnete die Veranstaltung mit einem Vortrag über die enormen Herausforderungen, die extreme Wetterereignisse für die Wasserversorgung und andere städtische Infrastrukturen mit sich bringen, sowie mit dem Appell, Wasser in den Mittelpunkt der Entscheidungsfindung in städtischen Kontexten zu stellen.

Die Redner*innen der folgenden Podiumsdiskussion brachten ihr Fachwissen über bewährte Verfahren zur Bewältigung wasserbezogener Herausforderungen wie Überschwemmungen ein: Ignatius Jean, Exekutivdirektor der Caribbean Water and Sewerage Association (CAWASA), betonte, wie die Solidarität zwischen den Bürger*innen, aber auch die gegenseitige Unterstützung der Wasserversorger bei der Bewältigung der schweren Zerstörung der Infrastruktur durch Wirbelstürme helfen. Georg Johann, Geschäftsführer des HochwasserKompetenzCentrums e.V., zeigte auf, wie eine bessere Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Politik und Bürgern zur Verbesserung der Sensibilisierung und Frühwarnung in Deutschland beitragen kann. André Dzikus, Leiter der Abteilung Urbane Grundversorgung bei UN-Habitat, erklärte wie das Wissen indigener Völker über Wasserschutz und Hochwasserprävention dazu beitragen kann, die Auswirkungen extremer Wetterereignisse zu vermeiden und abzumildern. Prof. Dr. Mariele Evers, geschäftsführende Direktorin des Geographischen Instituts der Universität Bonn, erläuterte, wie Wasserinfrastruktur und -governance flexibler werden können, um sich an zukünftige Herausforderungen anzupassen.

Photo: Panel fbehind

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In ihrer Zusammenfassung der Sitzung wies Dr. Annabelle Houdret, Senior Wissenschaftlerin bei IDOS und Sprecherin des Bonn Water Network, darauf hin, dass Deutschland und andere europäische Länder von den Erfahrungen derjenigen Länder lernen können, die seit langem von Überschwemmungen und anderen extremen Wetterereignissen betroffen sind, und dass gegenseitige Unterstützung zwischen den Ländern dazu beitragen kann, besser solche Situationen vorbereitet zu sein. Melanie Grabowy, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Bonn, hielt die Schlussansprache und sicherte die Unterstützung der Stadt für weitere Aktivitäten zum Thema Resilienz zu, unter anderem im Rahmen des künftigen „Resilience Hub“ der Stadt Bonn, der Teil der Initiative „Making Cities Resilient 2030“ unter Schirmherrschaft des Programms der Vereinten Nationen für Katastrophenvorsorge (UNDRR) ist.

 

Photo: Trip Mehlem

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Am 25. Mai führten IDOS und das Bonn Water Network zwei Exkursionen für die Teilnehmenden des Kongresses durch. Zwei Gruppen von je rund 50 Personen besichtigten die Kläranlage Bad Godesberg und die Maßnahmen zum Überflutungsschutz am Mehlemer Bach. Unter der Leitung des Tiefbauamts wurde dort auch anhand einer Studie des Bonn Water Network erklärt, wie sowohl die Frühwarnung vor Überflutung als auch bauliche Vorrichtungen zur Wasser-Ableitung im Fall von Starkregen Schäden verhindern. Insgesamt bot der GWOPA-Kongress mit seinen rund 300 Teilnehmenden aus aller Welt eine gute Gelegenheit, auch in Bonn den länderübergreifenden Austausch zwischen Forschung und Praxis zu verbessern und die Vernetzung zu Wasserthemen zu stärken.

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