Neue Programmlinie „Sustainability – Looking beyond 2030“

Die Geschäftsstelle der Bonner Allianz unterstützt Interessierte aus den Partnerinstitutionen dabei, ihre Ideen und Beiträge zum Thema Nachhaltigkeit „nach 2030“ zu bündeln, miteinander zu diskutieren und einem größeren Publikum zu vermitteln.

Logo: “Sustainability – Looking beyond 2030” in the colors of Bonn AllianceDie Agenda 2030 und ihre 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) werden weithin als eine wichtige politische Errungenschaft der internationalen Gemeinschaft anerkannt, die viel dazu beigetragen hat, unterschiedliche Stimmen einzubeziehen und den globalen Nachhaltigkeitsdiskurs zu beleben. Allerdings wird die Agenda 2030 auch von verschiedenen Seiten kritisiert, etwa weil sie von „nördlichen“ und „westlichen“ Paradigmen dominiert wird, was zu Bedenken führt, dass andere Weltanschauungen und Ansätze zu Nachhaltigkeit nicht ausreichend einbezogen werden. Hier muss die Wissenschaft eine größere Rolle spielen.

Der Arbeitsbereich „Nachhaltigkeit“ ist durch konkrete Problemstellungen strukturiert und erfordert daher ein Verständnis über historisch gewachsene disziplinäre Grenzen, über Erkenntnistheorien und Ontologien hinaus sowie eine wissenschaftliche Mehrsprachigkeit. Die Wissenschaft sollte verschiedene kulturelle, religiöse und philosophische Perspektiven in den Diskurs integrieren und dabei helfen, zwischen Konzepten und Ansichten zu verhandeln; sie bewegt sich in demselben wertegeladenen Umfeld wie Politiker*innen und Entscheidungsträger*innen.

Die Bonner Allianz wurde 2017 mit dem Ziel gegründet, Ressourcen und Expertise zu bündeln, um übergreifende Themen und Herausforderungen unserer Zeit anzugehen. Diesem Anliegen tragen wir mit der neu eingerichteten Programmlinie “Sustainability – Looking beyond 2030” (S-LB2030) Rechnung. Partner der Bonner Allianz können sowohl bestehende Veranstaltungen und Formate in die Programmlinie einbringen als auch unabhängig von bestehenden Projekten Veranstaltungen und Formate organisieren und neue Wege beschreiten.

Ein neuer Weg wurde mit Gründung der Arbeitsgruppe „Alternative Sustainabilities“, die an der Universität Bonn/ TRA6 verankert ist, beschritten. Ziel der Gruppe ist es, unterschiedliche Konzeptualisierungen, Vorstellungen und Praktiken von Nachhaltigkeit im Globalen Süden und im Globalen Norden in einen Dialog zu bringen und dabei Nachhaltigkeit und ihre gegenwärtigen Umsetzungen kritisch zu überdenken. Jenseits der gängigen Nachhaltigkeitsdiskurse und -programme möchte die Arbeitsgruppe neue Wege zur Theoriebildung und Herangehensweise an „alternative Nachhaltigkeiten“ entwickeln, wobei sie auf der vielfältigen regionalen Expertise und empirischen Forschung ihrer Mitglieder in Asien, Amerika und Afrika aufbaut. Die Gruppe begrüßt unterschiedliche Perspektiven auf das Thema und ist offen für eine vielfältige Gruppe von Personen aus allen Disziplinen, Sektoren und (Forschungs-)Institutionen.

Mehr auf der Website der Programmlinie.

Kontakt: Dr. Sandra Gilgan, Geschäftsführerin der Bonner Allianz für Nachhaltigkeitsforschung, s.gilgan@uni-bonn.de

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